Das Wetter verlangte den Aktiven und den Helfenden einiges ab. Dennoch konnten viele Athletinnen und Athleten bereits früh in der Saison Normen für die Deutsche Meisterschaft erfüllen und persönliche Bestleistungen aufstellen. Als besonders geeignet erwies sich erneut das Leichtathletikstadion Duisburg, das unter anderem mit seiner überdachten Tribüne gute Bedingungen für Teilnehmende und Publikum bot. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit der Disziplinchefs Norbert Stein und Julia Grommisch aus, die die Organisation durch die Ruhr-Universität Bochum, Eintracht Duisburg e.V. sowie den Leichtathletik-Verband Nordrhein ausdrücklich lobten.
Zentimeter & Tausendstel: Spannung garantiert
Sportlich sorgte vor allem Lara Kiene (TU Dortmund) für eines der herausragenden Ergebnisse der Meisterschaft. Über 3.000 Meter dominierte sie das Rennen in starken 9:24,32 Minuten, stellte eine neue persönliche Bestleistung auf und blieb als einzige Athletin unter der Zehn-Minuten-Marke. Bereits in den vergangenen Monaten hatte sie mit Bestleistungen über 10.000 Meter und im Halbmarathon überzeugt.
Auch Caroline Klein von der Uni Düsseldorf gehörte zu den erfolgreichsten Teilnehmerinnen der Meisterschaft. Sie gewann den Weitsprung mit 6,00 Metern und sicherte sich zusätzlich Silber im Kugelstoßen.
Im Sprint der Männer setzte sich Mustaqeem Kiani (Uni Duisburg-Essen) in einem hart umkämpften 100-Meter-Finale mit 10,75 Sekunden durch und lief dabei Saisonbestleistung. Über 200 Meter überzeugte Felix Jahn (Uni Jena) in 21,60 Sekunden und erfüllte die B-Norm für die Deutsche Meisterschaft.
Starke Rennen zeigten auch die Hürdensprinter: Timon Dethloff (Uni zu Köln) gewann die 110 Meter Hürden in 14,41 Sekunden vor Florian Näbelung (Uni Jena). Beide erfüllten damit Normen für die nationalen Titelkämpfe. Über 100 Meter Hürden der Frauen setzte sich Samita Schatz (IU Internationale Hochschule) klar durch. Im Vorlauf war sie sogar noch schneller unterwegs als im Finale und unterstrich damit ihre starke Form.
Im Kugelstoß der Männer dominierte der Vorjahreszweite Kevin Reim (HS Mittweida) mit 17,76 Metern deutlich die Konkurrenz. Ebenso souverän präsentierte sich Marcel Reisch (Uni Bochum) mit dem Diskus, den er 52,25 Meter weit schleuderte und damit Gold gewann.
Besonders spannend verlief das Finale über 400 Meter der Frauen. Marlene Fenster (RWTH Aachen) und Hannah Odendahl (DSHS Köln) lieferten sich ein packendes Duell und wurden am Ende mit identischen Zeiten von 54,91 Sekunden gestoppt – lediglich die Tausendstelsekunden entschieden zugunsten von Fenster.
Auch die technischen Disziplinen boten hochklassige Wettbewerbe. Im Diskuswurf der Frauen entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Charleen Zoschke (DHGS Berlin; 49,68 m) und Hanna Kaiser (Uni Mainz; 49,06 m), bei dem am Ende nur wenige Zentimeter entschieden.
Hier gibt es Bilder & Ergebnisse der DHM Leichtathletik 2026.
