"Codieren und empfangen auf gleicher Linie"

Beim Sportreferate-Seminar 2015 an der TU Braunschweig stand vom 08. bis 10. Mai „Konfliktmanagement im Hochschulsport“ im Mittelpunkt.

Bei der Interessenvertretung gegenüber Vorgesetzten, im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, bei Gesprächen mit Kursteilnehmenden: Im Hochschulsport entstehen täglich zahlreiche Situationen, die ein gewisses Konfliktpotenzial in sich tragen. Aus diesem Grund beschäftigten sich die rund 25 Teilnehmenden des Sportreferate-Sommerseminars intensiv mit dem Thema „Konfliktmanagement im Hochschulsport“.

Nachdem der erste Seminartag im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens stand und Gelegenheit für den Erfahrungsaustausch zwischen den Sportreferentinnen und Sportreferenten bot, stiegen die Teilnehmenden am Samstagmorgen unter der Leitung der Referentin Inken Behrens, Dozentin an der STI ISW Business School Freiburg und selbständige Mediatorin, ins Thema Konfliktmanagement ein.

Schwerpunkt des ersten theoretischen Inputs war es, ausgehend von verschiedenen Kommunikationsmodellen, die Dynamik der Entstehung von Konflikten zu verstehen. Des Weiteren lernten die Teilnehmenden verschiedene Konflikttypen und –formen kennen sowie passende Strategien und Lösungswege, um die unterschiedlichen Konfliktarten zu entschärfen. In Kleingruppen übten die Sportreferentinnen und Sportreferenten anschließend, wie man „aktiv zuhört“ und Feedback in Form von „Ich-Botschaften“ übermittelt.

Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden zudem die Gelegenheit, das neugewonnene, theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. In Rollenspielen, die per Videokamera aufgezeichnet und anschließend gemeinsam ausgewertet wurden sowie in Gruppenarbeiten, begaben sich die Teilnehmenden in beispielhafte, zum Teil selbst gewählte Konfliktsituationen. Dabei konnten sie sich selbst als auch die Reaktionen ihres Gegenübers testen und erhielten so wichtige Rückmeldungen für den Umgang mit den nicht immer angenehmen Situationen. Am Ende klang der arbeitsreiche Seminartag beim gemeinsamen Sporttreiben und Grillen auf dem Gelände des Sportzentrum der TU Braunschweig aus.

Am Sonntag nutzten die Studierenden die Gelegenheit, miteinander über die Arbeit der Strukturkommission II und die damit einhergehenden Veränderungen der Gremienstrukturen im adh zu diskutieren. Hierbei beschäftigten sich die Sportreferentinnen und Sportreferenten vor allem mit der Fragestellung, wie die studentischen Interessen auch in Zukunft im Verband repräsentiert werden können. In Kleingruppen erarbeiteten die Seminarteilnehmenden gemeinsam Ideen, wie und welche Voraussetzungen für ein dauerhaftes Engagement Studierender geschaffen werden sollten und formulierten in der anschließenden Diskussion eine entsprechende Empfehlung an die Strukturkommission II. Zudem sprachen die Studierenden, im Hinblick auf die bei der 110. adh-Vollversammlung in Jena, über anstehenden Wahlen, die Möglichkeiten der Mitgestaltung der Verbandsarbeit im adh und die bestehenden Partizipationsmöglichkeiten für Studierende.

Am Ende der dreitägigen Veranstaltung zogen alle Teilnehmenden ein sehr positives Resümee und dankten sowohl der Referentin Inken Behrens für die abwechslungsreiche Aufarbeitung des Themas als auch dem Sportreferat der TU Braunschweig für die hervorragende Organisation vor Ort.