© Hedda Werres
11.06.2026 | Kategorie: Wettkampf , adh-Open , Wellenreiten

adh-Open Wellenreiten 2026 trotzt schwierigen Bedingungen und feiert am Atlantik

Knapp 200 Studierende aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland verwandelten Seignosse eine Woche lang (30. Mai bis 6. Juni) erneut in das Zentrum des studentischen Wellenreitens. Beim größten deutschen Surfcontest triumphierten am Ende neue Siegerinnen und Sieger, die aber teilweise in den vergangenen Jahren bereits auf dem Podium gestanden haben.

Die diesjährige Ausgabe stellte Teilnehmende und Organisationsteam um Kooperationspartner Coastline Collective vor besondere Herausforderungen. Schwierige und wechselhafte Bedingungen machten eine flexible Planung notwendig. Aufgrund der Wellenbedingungen musste der Contest an nur zwei Tagen vollständig durchgezogen werden.

„Die diesjährigen Bedingungen haben dem gesamten Team einiges abverlangt. Umso schöner, wie professionell, engagiert und gemeinschaftlich hier alle zusammengearbeitet haben, um erneut ein so besonderes Event auf die Beine zu stellen“, sagte Christoph Edeler – Sportartenverantwortlicher Wellenreiten im adh.

David Flesch nach 2024 wieder ganz oben

Sportlich boten die Finals trotz schwieriger Bedingungen hochklassigen und taktisch anspruchsvollen Surfsport. Im Open-Finale der Männer setzte sich Sylvester Wenzel (HS Flensburg) mit einer souveränen Leistung deutlich vor Elias Flesch (Uni Rostock) und Alexander Middeler (IU Internationale HS) durch. Bei den Frauen gewann Nele Hagenlocher (Uni Hamburg) vor Joana Attenberger (TH Deggendorf) und Annika Dues (RWTH Aachen).

Auch die Longboard-Finals boten starken Surfsport mit viel Style und Kontrolle auf den schwierigen Wellen. Bei den Männern triumphierte David Flesch (Uni Oldenburg) – wie bereits 2024 – vor Frederick Ott (HS Stuttgart) und Max von Holten (Uni Kiel). Den Titel bei den Longboard Women sicherte sich Lisa Schubert von der Uni Kiel vor Julia Lampe (Uni Hannover) und Lea Borgmeier (Uni Kiel).

Auch der Aloha Cup erwies sich erneut als voller Erfolg und fester Bestandteil der adh-Open Wellenreiten. Der Teamwettbewerb richtet sich auch an Surferinnen und Surfer mit weniger Wettkampferfahrung und ergänzt den klassischen Contest um einen kreativen und gemeinschaftlichen Ansatz. Den Sieg sicherte sich in diesem Jahr „Chicken Joe“ von der Uni Regensburg vor zwei Teams aus Kiel.

Hier geht's zu den Ergebnissen.

Live-Stream der Hochschule Offenburg

Unterstützt wurde der Wettbewerb von französischen Judges sowie Xavier Duvignau (Sportlicher Leiter) vom Comité des Landes de Surf. Die Zusammenarbeit unterstrich die internationale Vernetzung des Wettbewerbs und war zugleich ein wichtiges Zeichen für die lokale Anerkennung und Sicherheit vor Ort.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte erneut der professionelle Live-Stream der Hochschule Offenburg. Mehr als 7.000 Views verzeichnete das studentische Medienprojekt, an dem über zehn Studierende unter herausfordernden Bedingungen direkt am Strand arbeiteten.

Neben dem Surfsport bot das Rahmenprogramm zahlreiche weitere sportliche Highlights. Das Sportreferat der ausrichtenden Uni Göttingen organisierte verschiedene Turniere und Aktivitäten direkt am Strand. Besonders stark nachgefragt waren Beachvolleyball sowie Roundnet – beides im Mixed-Format. Ergänzt wurde das Programm unter anderem durch 3x3 Basketball und eine Skate Expression Session.

Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt setzte zudem der Panel Talk „Women shaping the Line-up“. Vor mehr als 100 Interessierten berichteten Lina Erpenstein, Julia Fischer und Julius Wenzel darüber, wie Frauen das Line-up im Surfsport mitgestalten und welche Entwicklungen notwendig sind, um den Sport langfristig inklusiver zu gestalten.

Den stimmungsvollen Abschluss der Woche bildete die Siegerehrung am Coko Plaza, bei der alle gemeinsam auf eine intensive und erfolgreiche Veranstaltungswoche zurückblickten.Die adh-Open Wellenreiten 2026 hat erneut gezeigt, was den Wettbewerb seit Jahren besonders macht: hochklassiger studentischer Sport, ehrenamtliches Engagement, internationale Zusammenarbeit und eine einzigartige Gemeinschaft direkt am Atlantik.