Foto: Anton Turovinin
21.08.2018 | Kategorie: Wettkampf , WUC , Futsal

WUC Futsal 2018 in Almaty feierlich eröffnet

Vom 19. bis zum 26. August findet im kasachischen Almaty die Studierenden-Weltmeisterschaft Futsal statt. 16 Männer- und neun Frauenteams - insgesamt 335 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen - kämpfen dabei um die Titel. Bereits am Donnerstag war die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft in Almaty gelandet, um sich an die Zeitumstellung in Kasachstan zu gewöhnen und noch ein paar Trainingseinheiten mit der neuformierten Mannschaft absolvieren zu können.

Am Sonntag, den 19. August, erfolgte dann die Eröffnungsveranstaltung. Im Rahmen der rund einstündigen Zeremonie durften die teilnehmenden Nationen beim Einlaufen die beeindruckende Atmosphäre der mit 12.000 Zuschauern gefüllten Almaty-Arena genießen. Am späten Abend stand dann auch gleich das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine auf dem Programm.

Klare Niederlagen in den Gruppenspielen

Dieses begann aus deutscher Sicht sehr unglücklich mit einem schnellen Rückstand in der ersten Minute. Auch im weiteren Verlauf wurde klar, dass der Gegner deutlich eingespielter und erfahrener war, woraus bis zur Halbzeit zwei weitere Gegentore resultierten. Gleichzeitig konnte man die eigenen Chancen nicht nutzen. Auch in der zweiten Halbzeit musste das deutsche Team erneut nach einem Standard recht schnell den nächsten Treffer einstecken. Das junge deutsche Team fand im Anschluss aber etwas besser ins Spiel und kam durch Joscha Vaas (DSHS Köln) zum ersten Turniertreffer. Die starken Ukrainer stellten durch einen verwandelten 10 m-Strafstoß dann den alten Abstand wieder her. Nachdem kurz darauf Torhüter Matthias Hettich (WWU Münster) einen weiteren Strafstoß parieren konnte, musste man gegen Mitternacht das Feld mit einer 1:6- Niederlage verlassen.

Durch eine etwas unglückliche Turnieransetzung musste die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft kaum 14 Stunden später schon das nächste Spiel bestreiten. Gegen Kroatien wurde die Partie zunächst durchaus auf Augenhöhe gestaltet, die deutsche Mannschaft geriet allerdings erneut nach drei Minuten in Rückstand. Besonders bei den gegnerischen Standards wurde dann deutlich, dass es noch an der Abstimmung fehlte. Dies nutzte der Gegner zur Mitte der ersten Halbzeit aus und verwandelte drei schnelle Tore, ehe Lukas Bidot (DHfPG Saarbrücken) auf 1:4 verkürzte. Nachdem Kroatien erneut erhöhte, sorgte Lukas Sepp (DSHS Köln) noch für den 2:5 Halbzeitstand. Direkt nach der Halbzeit erhöhten die Kroaten erneut, doch das deutsche Team gab nicht auf und konnte durch Lukas Sepp wiedermals auf 3:6 verkürzen. Ein Doppelschlag der Kroaten in der 30. Minute nahm dann allerdings alle weiteren Hoffnungen. Als man dann in der Schlussphase bewusst den Flying Goalkeeper einsetze, um Erfahrungen mit dieser taktischen Variante zu sammeln, musste man zwei weitere Gegentore hinnehmen, so dass am Ende ein deutlich zu hohes 3:10 als Endergebnis feststand.

Im dritten Spiel ging es gegen die starken Thailänder, welche zuvor die Kroaten geschlagen hatten und die somit gute Chancen auf den Viertelfinaleinzug hatten. Da man dieses selbst nicht mehr erreichen konnte, ging man bewusst mit drei Blöcken in die Partie, um allen Spielern Einsatzmöglichkeiten garantieren zu können. Mit einer deutlich defensiveren Grundausrichtung bereitete das deutsche Team den Thailändern einige Probleme, musste aber bis zur Pause zwei Treffer hinnehmen. Unterstützt und gepusht von rund 40 deutschen Fans, die u.a. dank eines deutsch-kasachischen Jugend-Austausches in die Halle gefunden hatten und ordentlich Stimmung machten, hielt das deutsche Team in der zweiten Halbzeit das Spiel lange offen, konnte die eigenen Chancen aber leider nicht nutzen. Gegen Ende musste man auch noch zwei 10m-Strafstöße hinnehmen und ging am Ende mit 0:5 vom Feld.

 

Das junge deutsche Team musste in seiner Gruppe gegen international renommierte und im Turnier hoch eingeschätzte Gegner deutlich Lehrgeld bezahlen und beendet die Gruppe als Tabellenletzter. Diese Erfahrungen gilt es nun positiv umzusetzen, wenn es am Donnerstag gegen China darum geht, mit einem Sieg in die Platzierungsrunde 9-12 einzuziehen.