Nachdem Jörg Verhoeven, Leiter des Hochschulsports der Universität Münster, die Teilnehmenden begrüßte, erläuterte Torsten Petersen die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Breitensportturniere. Deutlich wurde dabei, wie umfangreich die Rechtsbeziehungen und dementsprechend die Rechtsgebiete sind, die es bei der Ausrichtung von Veranstaltungen zu berücksichtigen gilt. So sollten beispielsweise Markenrecht, Urheberrecht, Vertragsrecht, Versicherungsrecht, Gema und weitere Gebiete in den verschiedenen Planungs- und Umsetzungsphasen eingehalten werden. Verschiedene Rechtsgrundlagen (z.B. Arbeitsstättenverordnung, Verordnung über die Sperrzeit, Gewerbeordnung, Brand- und Katastrophenschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes) bieten hierbei den Rahmen, entsprechend umfangreich sind die Kontakte zu den beteiligten Ämtern. Anschließend stellte Petersen die Verantwortlichkeiten, Haftung für Veranstalter und Betreiber sowie die Ermittlung des Gefährdungspotentials dar. Eine Unterstützung hierbei bietet sowohl das Maurer-Schema als auch das Berliner Modell.
Nach einer Besichtigung des neuen Sportzentrums des Hochschulsports der Uni Münster gab Alexander Kilian (Studentische Hilfskraft im Hochschulsport den Universität Konstanz) Einblicke in die Organisation der Eurokonstantia. Bis zu 1000 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland, Europa, dem Nahen Osten und Asien nehmen an diesem Outdoor-Breitensportturnier teil, wobei „Politik, Religion und Herkunft keine Rolle spielen“ so Kilian. Studierende erhalten im Rahmen des Schlüsselqualifikationsangebotes „Eventmanagement“ bis zu neun ECTS-Punkte für die Mitarbeit im Projektteam.
Der erste Tag endete mit Kurz-Vorstellungen weiterer Breitensportturniere anhand vorbereiteter Poster und einem Reflexionsspaziergang. Der zweite Tag des Netzwerktreffens rückte das Nikolausturnier in den Mittelpunkt. Jörg Verhoeven bot den Teilnehmenden zunächst einen theoretischen Überblick zur Veranstaltung, um nachfolgend die Turnier-Anmeldung zu sichten. Hierbei interessierte die Teilnehmenden insbesondere das Anmeldemanagement, die Öffentlichkeitsarbeit, die Sportstättensituation sowie die umfangreiche Helferakquise. Das Nikolausturnier läuft in über 30 - auch städtischen - Hallen, in denen ebenfalls übernachtet werden kann. Über 50 Helferinnen und Helfer sorgen für den reibungslosen Ablauf des Turniers, das im Jahr 1963 vom damaligen Sportreferenten der evangelischen Pädagogischen Hochschule, Hansjürgen „Hannes“ Frohwein, ins Leben gerufen wurde. Zwei Volleyball- und zwei Handball-Mannschaften bildeten den Ausgangspunkt für die rasante Entwicklung des Turniers, das mittlerweile mit Badminton, Basketball, Floorball, Fußball, Futsal, Inlinehockey, Lacrosse, Tischtennis und Ultimate Frisbee über zehn Sportarten beinhaltet.
Ein Workshop zur „Konzeptionierung eines Breitensportturniers“ schloss das Netzwerktreffen Events ab. Verschiedene kreative Veranstaltungen wurden hierbei in Kleingruppen erarbeitet und anschließend vorgestellt. Das Fazit zum Netzwertreffen fiel durchweg positiv aus, ein großer Dank gilt dem Hochschulsport der Universität Münster sowie allen Teilnehmenden für den lebhaften Austausch.
