03.08.2015 | Kategorie: Triathlon , DHM , 2015

DHM Triathlon: Tübingen feiert beeindruckendes Sportfest

Zum ersten Mal kämpften die besten studentischen Triathletinnen und Triathleten in Tübingen um die DHM-Titel. Bei den Frauen gab es einen Heimsieg. Bei den Männern gewann ein DHM-Experte.

Lautstark feuerten Freunde und Bekannte die Tübinger Studentin Ricarda Gümmer auf der Laufstrecke an. Auf dem anspruchsvollen und verwinkelten Kurs durch die Tübinger Altstadt kam sie ihrer Kontrahentin Tabea Fricke von der Uni Hannover immer näher. Schritt für Schritt arbeitete sich die Psychologierstudentin der ausrichtenden Uni Tübingen an die Norddeutsche und damit an die Erstplatzierte der DHM heran. „Beim Einlaufen in den Tunnel habe ich gesehen, dass die Führende gerade erst am Ende des Tunnels war. Da habe ich mir gesagt: ‚Ida es ist in Tübingen. Das ist deine Chance. Wenn nicht jetzt, wann dann?‘ Irgendwie hat es dann geklappt und ich habe zum Zielsprint angesetzt und sie noch überholt“, blickte eine freudestrahlende Ricarda Gümmer zurück auf die letzten entscheidenden Meter. Mit diesem Spurt sicherte sich Gümmer die goldene Siegernadel und damit verbunden ihren ersten DHM-Titel. Mit einer Gesamtzeit von 1:07:53 Stunden war die Tübingerin vier Sekunden schneller als Tabea Fricke von der Uni Hannover. „Der Wettkampf war richtig geil! Es hat voll Spaß gemacht“, so die Lokalmatadorin nach der Siegerehrung. Das Treppchen komplettierte Sabine Dettmar von der Uni Bochum. Die Sportlerin aus dem Ruhrgebiet brauchte 1:09:49 Stunden für das Absolvieren der 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen.

Daniel Mehring holt DHM-Titel

Daniel Mehring ist ein DHM-Experte. Der Triathlet der Uni Münster schaffte in den vergangenen fünf Jahren immer den Sprung unter die Top-Ten. Nach dem Vize-Titel in Braunschweig im vergangenen Jahr siegte der Münsteraner nun in Tübingen. Dabei war die DHM in diesem Jahr nur eine Durchgangsstation für ihn. „Ich habe die DHM aus dem Training als Vorbereitung für die Mitteldistanz in drei Wochen absolviert. Daher bin ich sehr zufrieden, wie das Rennen gelaufen ist“, analysierte Mehring. Nach dem Schwimmen kam der Münsteraner als Zwölfter aus dem Wasser. Auf dem Rad machte er mit einer Zeit von 31:24 Minuten über die 20 Kilometer einige Plätze gut und schob sich in der Spitzengruppe nach vorne. In der Altstadt Tübingens lief es dann für den Westfalen optimal. Mit einer Laufzeit von 14:44 Minuten war er in dieser Teildisziplin Zweitschnellster. Am Ende standen für den Westfalen 1:01:27 Stunden zu Buche. Doch trotz der guten Leistung konnte sich Mehring nicht richtig über den DHM-Titel freuen: „Eigentlich hat Yannic Stollenwerk (RWTH Aachen Anm.d.Red.) gewonnen. Doch durch die, in meinen Augen ungerechtfertigte Zeitstrafe gegen ihn, habe ich den ersten Platz belegt. Schlussendlich bin ich auch wieder als Zweiter ins Ziel gelaufen so wie im vergangenen Jahr“, sagte Mehring nach dem Rennen. Stollenwerk der auf der Radstrecke eine Zeitstrafe von einer Minuten von den Kampfrichtern erhielt, belegte am Ende mit einer Gesamtzeit von 1:02:23 den dritten Rang. Die silberne Siegernadel ging in diesem Jahr an Maximilian Saßerath von der Uni Heidelberg (1:02:11 Stunden).

175 Studierende erleben beeindruckende Kulisse

Insgesamt stellten sich 175 Athletinnen und Athleten von mehr als 45 Hochschulen der Herausforderung „DHM Triathlon“. Die Studierenden genossen dabei die beeindruckende Atmosphäre an der Strecke. Schon beim Schwimmstart säumten etliche Zuschauende die Brücke über dem Neckar und die Uferpassagen. Auch beim Radfahren und beim abschließenden Lauf durch die Altstadt verwandelten die sportbegeisterten Tübingerinnen und Tübinger die DHM Triathlon zu einem farbenfrohen Sportfest. Von der Organisation zeigten sich die Aktiven äußerst zufrieden. Die Studierenden der ausrichtenden Uni Tübingen, die die Ausrichtung der adh-Wettkampfveranstaltung als Modul ihres Studienganges absolvierten, machten eine hervorragende Arbeit und standen den Sportlerinnen und Sportlern immer mit Rat und Tat zur Seite. Vor allem das Massageangebot vor und nach dem Rennen sowie das autogene Training am Vorabend des Wettkampfes fanden großen Anklang. 

<media>Hier</media> finden Sie die Ergebnisse der DHM Triathlon 2015.