25.11.2015 | Kategorie: Gremien , 2015 , TopNews

adh stellt wichtige Weichen für die Zukunft

Die adh-Vollversammlung traf am Wochenende in Jena zwei wichtige Entscheidungen: Zum einen wählte sie einen neuen Vorstand, zum anderen verständigten sich die Delegierten auf eine neue Verbandsstruktur. Neuer und alter Vorstandsvorsitzender ist der Göttinger Student Felix Arnold, die übrigen Positionen wurden neu besetzt.

Mit Spannung wurde im Vorfeld auf die Vollversammlung an der Universität Jena geblickt, schließlich standen wichtige Entscheidungen auf der Tagesordnung. Personell und strukturell entschied sich die Mitgliederversammlung des adh für Neuerungen. Gleich fünf neue Gesichter tauchen im neuen Vorstand um den neuen und alten adh-Vorstandsvorsitzenden Felix Arnold (Uni Göttingen) auf. Die Finanzen wird künftig Dr. Katrin Werkmann (Uni Frankfurt) führen. Das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Marketing übernimmt der Marburger Student Nikola Franic. Für den Bereich Wettkampf ist ab sofort der Leiter des Hochschulsports der Uni Kiel, Bernd Lange, verantwortlich. Mit Dirk Kilian wurde ein Mitarbeiter der Hochschule Darmstadt für das Ressort Bildung gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch Juliane Bötel von der TU Dresden, die im Vorstand das Themengebiet Chancengleichheit und Personalentwicklung vertritt. „Ich freue mich gemeinsam mit den neuen Vorstandskolleginnen und -kollegen die bevorstehenden Aufgaben anzugehen. Wir haben politisch einiges vor uns und werden kraftvoll den Herausforderungen begegnen“, sagte Arnold nach der Wahl.

Meilenstein des adh-Strukturprozesses

Mit der diesjährigen Vollversammlung nimmt zudem der adh-Strukturprozess einen wichtigen Meilenstein. Die Mitglieder verständigten sich auf eine neue Verbandstruktur und beauftragten den Vorstand, bis zur kommenden Vollversammlung in Kassel einen entsprechenden Satzungsentwurf zu erarbeiten. Im abgestimmten Strukturkonzept sind nur noch die Vorstandsämter des Vorsitzes und im Bereich Finanzen fest vorgesehen. Die übrigen vier Vorstandsmitglieder sind ressortfrei und sollen ihre Aufgaben über einen Geschäftsverteilungsplan übernehmen. Zu den gewählten Mitgliedern werden der Generalsekretär und eine Vertretung des neu gebildeten Länderrats ohne Stimme im Vorstand sitzen. Der geplante Länderrat ersetzt im Konzept den bisherigen Verbandsrat und bildet stärker die föderalen Strukturen in Deutschland ab. In ihm sitzen pro Land paritätisch – hauptamtlich und studentisch – je zwei Vertreterinnen oder Vertreter mit je einer gemeinsamen Stimme. Zu den Aufgaben dieses Gremiums zählt unter anderem die Beratung und Entgegennahme des Berichts des Vorstandes. Auch die bisherigen Ausschüsse sollen künftig durch neue Strukturen ersetzt werden. Im Bereich des Wettkampfs wird es einen Sportbeirat und eine Wettkampfkommission geben. Als weiteres Gremium soll der Beirat „Bildung und Entwicklung“ entstehen, in den auch externe Expertise hinzugezogen werden kann. Um schnell und dynamisch auf neue Inhalte, Aufgaben und Fragestellungen reagieren zu können, wurde die Idee von Projektgruppen aufgenommen. Diese Form soll zukünftig eine bessere Einstiegsmöglichkeit für  Engagement bieten. Noch nicht näher in Form und Funktion beschrieben, soll ein Forum Studis ins Leben gerufen werden. Ein Vorschlag, wie die Einbeziehung in Zukunft aussehen kann, wird von den studentischen Vorstandsmitgliedern und weiteren Studierenden bis zur nächsten Vollversammlung erarbeitet.

Ausschüsse neu besetzt

Bevor im kommenden Jahr diese strukturellen Anpassungen mit einer Satzungsänderung beschlossen werden sollen, wurden die bisher vorgesehenen Ausschüsse noch einmal neu besetzt. Im Finanzprüfungsausschuss sitzen Annette Kunzendorf (TU Darmstadt), Gernot Haubenthal (Uni Würzburg), Steffi Fiebig (TU Berlin) und Tobias Widdel (Uni Mainz). Den Finanzausschuss bilden Dr. Elias Pflaumbaum (H:G Berlin), Rolf Schlicher (Uni des Saarlandes), Thomas Woll (TU Kaiserslautern) und Rick Brey (TU Chemnitz). Im Wettkampfausschuss sitzen Nils Arnecke (Uni Bayreuth), Antje Cleve (HS Harz), Kerstin Genderjahn (Uni Jena) und Patrice Giron (Uni Hamburg), im Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung Laura Hofsommer (Uni Göttingen), Kirsten Stegemann (FU Berlin), Maik Vahldieck (Uni Kiel) und Michaela Werkmann (Uni Mainz). Die Arbeit im Ausschuss für Breitensport, Bildung und Wissenschaftsarbeit übernehmen künftig Katrin Bührmann (Uni Wuppertal), Lena Schalski (Uni Gießen), Christian Sendes (Uni Bochum) und Milena Werthen (Uni Göttingen).

Treffen der regionalen Bildungsbeauftragten

Im Rahmen der Vollversammlung lud der scheidenden Bildungsvorstand Moritz Mann und der Jugend- und Bildungsreferent Benjamin Schenk zum Treffen der regionalen Bildungsbeauftragten ein. Die Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet stellten zunächst die aktuellen Arbeitsschwerpunkte ihrer Landes- beziehungsweise Regionalkonferenzen vor. Im Anschluss präsentierten Mann und Schenk die Möglichkeit, die adh-Website für die Darstellung der regionalen Bildungsarbeit zu nutzen. „Im Zuge der Überarbeitung des Bildungsbereichs auf der adh-Website können die Bildungsbeauftragten künftig ihre Fortbildungs-Schwerpunkte und die regionalen Seminare darstellen. Dies soll zu einer größeren Transparenz, einer höheren Nachfrage und einer besseren Vernetzung der Regionen untereinander und mit dem adh beitragen“, so Mann. „Wir hoffen, dass alle Regionen von diesem Angebot Gebrauch machen.“ Darüber hinaus stellte Moritz Mann das vom ABBW überarbeitete Konzept zur Förderung regionaler Bildungsmaßnahmen vor. Dies beinhaltet unter anderem die zentrale Meldung der Veranstaltungen an den adh sowie einen vereinfachten Bezuschussungsmodus durch den adh. „Durch diese Neuerungen möchten wir eine bessere Planungssicherheit für die Ausrichter gewährleisten und die Abwicklung wesentlich vereinfachen“, fasste Benjamin Schenk zusammen. Die Bildungsbeauftragten begrüßten die Maßnahmen und freuten sich auf eine Fortsetzung des Austauschs.

Netzwerk Frauen

Erstmals fand auch das „Netzwerk Frauen“ statt. Rund 20 hauptamtliche und studentische Vertreterinnen der adh-Mitgliedshochschulen waren der Einladung des Ausschusses für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) zum neuen Veranstaltungsformat gefolgt. Dieses löste das bisherige Frauenfrühstück ab. Es bot den Teilnehmerinnen unter anderem die Möglichkeit, sich zu vernetzen und zu Fragestellungen der Frauenförderung und Gleichstellung sowie weiteren selbst gewählten Themenschwerpunkten auszutauschen. Unter anderem diskutierten sie intensiv das Angebot von Frauensportkursen und Veranstaltungen für Queer-Gruppen im Hochschulsport und die Herausforderungen, die damit häufig verbunden sind. Außerdem informierte das scheidende Vorstandsmitglied Chancengleichheit und Personalentwicklung, Kirsten Stegemann, über eine adh-Aktion zur Prävention sexualisierter Gewalt im Hochschulsport. „Mit einer Postkarte möchten wir die Teilnehmenden der Vollversammlung für das Thema sensibilisieren und darauf aufbauend im nächsten Frühling eine Befragung starten“, erläuterte Stegemann. Ergänzend gab Kirsten Stegemann einen Jahresrückblick über erfolgreiche Initiativen und Projekte des ACPE. Darüber hinaus stellten sich Juliane Bötel (Uni Dresden) und Dr. Katrin Werkmann(Uni Frankfurt) als Kandidatinnen für die Vorstandsämter Chancengleichheit und Personalentwicklung sowie Finanzen vor und standen für Fragen zur Verfügung. „Ich freue mich über die sehr gute Teilnahme am Treffen und den lebhaften Austausch“, resümierte Kirsten Stegemann. „Wir werden das Veranstaltungsformat weiter entwickeln und freuen uns auf den Austausch mit interessierten Frauen“, so Stegemann.