15.07.2026 | Kategorie: Wettkampf , DHM , Rudern

78. DHM Rudern: die erfolgreichsten Ruderstandorte kommen 2026 aus Hamburg und Marburg

Über 600 Studierende sind vom 10. bis 12. Juli bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) in Krefeld an den Start gegangen. Bei hohen Temperaturen und Seitenwind trotzten die Studierenden den verschärften Bedingungen auf dem Elfrather See.

Zwischen Zielkamera-Entscheidung und deutlicher Dominanz

Die Faszination des Rudersports war das ganze Wochenende greifbar. Vom Einer bis zum Achter zeigten die Studierenden, was der aus ihrer Sicht „schönste Sport der Welt“ bieten kann. Haarscharfe Bug-an-Bug-Rennen sorgten dafür, dass es in diesem Jahr zwei Teams gibt, die sich Deutscher Hochschulmeister nennen dürfen: im Männer-Zweier schoben sich die Boote der WG Hannover (Timo Strache und Tom Czorny) und WG Stuttgart (Philip Kaltenborn und Tobias Gathmann) zeitgleich über die Ziellinie. Diesen Zielkamera-Entscheidung gegenüber stand die klare Dominanz einzelner Protagonistinnen: im Frauen-Einer setzte sich Katja Beerscht aus Gießen deutlich gegen Anneke Ihmann (Uni des Saarlandes) und Victoria Bald (HMU Potsdam) durch. Ein ähnliches Bild bot der Leichtgewichts-Frauen-Einer. Hier darf sich Maximiliane Blaser der HTWG Konstanz Deutsche Hochschulmeisterin nennen. Im schnellsten Rennen des Wochenendes ruderten die Männer der WG Hamburg im Achter zu Gold. Gemeinsam mit ihrem Team sammelten die Studierenden der Hansestadt aus dem Norden weitere Siege und Platzierungen und holten sich verdient den Gesamtsieg und den Hochschulpokal vor den Universitäten aus Heidelberg und Münster.

Im Nachwuchsbereich zeigte die Universität Marburg auf beeindruckende Weise, dass sie für das Rudern begeistern kann. Im CHALLENGE Mixed-Doppelvierer lieferten sich gleich zwei Boote der Hessen untereinander ein hochspannendes Finale: das Boot um Hannah Oertel, Anna Sinianskaia, Bruno Kraft und Nils Nagel erreichte mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung vor ihren Kommilitonen Merit Kuhn, Sarah Hennies, Eike Pohlenz und Luis Schäfer das Ziel. Hessische Dominanz fand sich auch im CHALLENGE Doppelzweier der Frauen. Samira Boddin und Clara Fahrenbach der Uni Kassel setzten sich gegen ihre Konkurrentinnen aus Marburg und Karlsruhe durch. Die NOVICE-Wettbewerbe sorgten einmal mehr für tolle Regatta-Stimmung. Lautstark angefeuert von ihren Teams kämpften sich die Gig-Boote über Vor- und Zwischenläufe bis ins Finale. Im gesteuerten Doppelvierer ruderten die Männer der Universität Marburg zur Goldmedaille. Bei den Frauen fanden sich gleich zwei Marburger Boote auf den Plätzen zwei und drei wieder – Gold erreichte die Universität Konstanz. Über alle Wettbewerbe der NOVICE- und CHALLENGE-Rennen ließ das Ergebnis hinterher jedoch keine Zweifel offen: deutlich holte die Universität Marburg den Uni-Pokal für das Nachwuchsrudern an die Lahn.


Rudern im Hochschulsport fest verankert

Die ausrichtende Hochschule Niederrhein und der Crefelder Ruder-Club sorgten dafür, dass die Studierenden erneut eine spektakuläre Hochschulmeisterschaft erleben durften. Gemeinsam mit dem Deutschen Ruderverband wurden an drei Tagen zahlreiche Rennen souverän und professionell ins Ziel begleitet. Unterstützt wurde die DHM vom adh-Wettkampfpartner New Wave Sportswear. „Das Wochenende hat mal wieder gezeigt, warum wir im Rudern eine der teilnehmerstärksten Hochschulmeisterschaften finden: spannender Leistungssport, Teamgeist und Zusammenhalt innerhalb der Studierenden sowie „Hochschulsport-pur“ in unseren Nachwuchswettbewerben sind eine attraktive Mischung“ freut sich adh-Disziplinchef Daniel Otto über den erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung. 

Malte Prohn (adh-Disziplinchef) und Jens Hermann-Huang (Aktivensprecher) haben bereits das nächste Highlight für die Studierenden vorbereitet: gemeinsam mit dem Ruderklub Flensburg werden am 14. und 15. August Studierenden-Wettbewerbe im „Beach Sprint“ ausgeschrieben. In Vorbereitung einer adh-Open 2027 soll die neue olympische Sportart Coastal Rudern im Hochschulsport etabliert werden. Zudem stehen die EUC in Zagreb und die WUC in London (Kanada) auf dem Programm. Der studentische Rudersport hat also auch nach der DHM noch einen spannenden Sommer vor sich.

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