Zwischen Zielkamera-Entscheidung und deutlicher Dominanz
Die Faszination des Rudersports war das ganze Wochenende greifbar. Vom Einer bis zum Achter zeigten die Studierenden, was der aus ihrer Sicht „schönste Sport der Welt“ bieten kann. Haarscharfe Bug-an-Bug-Rennen sorgten dafür, dass es in diesem Jahr zwei Teams gibt, die sich Deutscher Hochschulmeister nennen dürfen: im Männer-Zweier schoben sich die Boote der WG Hannover (Timo Strache und Tom Czorny) und WG Stuttgart (Philip Kaltenborn und Tobias Gathmann) zeitgleich über die Ziellinie. Diesen Zielkamera-Entscheidung gegenüber stand die klare Dominanz einzelner Protagonistinnen: im Frauen-Einer setzte sich Katja Beerscht aus Gießen deutlich gegen Anneke Ihmann (Uni des Saarlandes) und Victoria Bald (HMU Potsdam) durch. Ein ähnliches Bild bot der Leichtgewichts-Frauen-Einer. Hier darf sich Maximiliane Blaser der HTWG Konstanz Deutsche Hochschulmeisterin nennen. Im schnellsten Rennen des Wochenendes ruderten die Männer der WG Hamburg im Achter zu Gold. Gemeinsam mit ihrem Team sammelten die Studierenden der Hansestadt aus dem Norden weitere Siege und Platzierungen und holten sich verdient den Gesamtsieg und den Hochschulpokal vor den Universitäten aus Heidelberg und Münster.
Im Nachwuchsbereich zeigte die Universität Marburg auf beeindruckende Weise, dass sie für das Rudern begeistern kann. Im CHALLENGE Mixed-Doppelvierer lieferten sich gleich zwei Boote der Hessen untereinander ein hochspannendes Finale: das Boot um Hannah Oertel, Anna Sinianskaia, Bruno Kraft und Nils Nagel erreichte mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung vor ihren Kommilitonen Merit Kuhn, Sarah Hennies, Eike Pohlenz und Luis Schäfer das Ziel. Hessische Dominanz fand sich auch im CHALLENGE Doppelzweier der Frauen. Samira Boddin und Clara Fahrenbach der Uni Kassel setzten sich gegen ihre Konkurrentinnen aus Marburg und Karlsruhe durch. Die NOVICE-Wettbewerbe sorgten einmal mehr für tolle Regatta-Stimmung. Lautstark angefeuert von ihren Teams kämpften sich die Gig-Boote über Vor- und Zwischenläufe bis ins Finale. Im gesteuerten Doppelvierer ruderten die Männer der Universität Marburg zur Goldmedaille. Bei den Frauen fanden sich gleich zwei Marburger Boote auf den Plätzen zwei und drei wieder – Gold erreichte die Universität Konstanz. Über alle Wettbewerbe der NOVICE- und CHALLENGE-Rennen ließ das Ergebnis hinterher jedoch keine Zweifel offen: deutlich holte die Universität Marburg den Uni-Pokal für das Nachwuchsrudern an die Lahn.



