Am kommenden Samstag werden zur Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) Ju-Jutsu Studierende aus ganz Deutschland im Landesleistungszentrum Sportgymnasium Jena um die Titel in den zwei Disziplinen Fighting und Ne-Waza kämpfen. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die den Wettkampf in Kooperation mit dem Universitätssportverein Jena ausrichtet, setzt auf ein Organisationsteam, das bereits in den Jahren 2008, 2009 und 2012 Ausrichtererfahrungen bei studentischen Wettkämpfen sammelte.
„Zehnkampf der Sportarten“
Ju-Jutsu (Ju (Jiu)= nachgeben, ausweichen, anpassen, sanft; Jutsu (Jitsu) = Kunst(griff)) ist eine Form der Selbstverteidigung, deren ostasiatischer Ursprung westlichen Einflüssen unterzogen wurde. Sie vereint Elemente vorwiegend aus dem Judo, Karate und Aikido und erlaubt Techniken wie Treten, Schlagen, Werfen, Hebeln und Würgen. Für Dr. Hanns Schneider, selbst Aktiver, erfahrener Kampfrichter, Organisator und Wettkampfleiter bei der diesjährigen DHM macht gerade „diese Vielfalt sowie das faire und verletzungsarme Wettkampfsystem“ den besonderen Reiz der Sportart aus.
„Faire und spektakuläre Kämpfe“
Die Aktiven treten in zwei Leistungsklassen (Anfänger und Fortgeschrittene) und drei Wettkampfklassen an. Im Fighting duellieren sich die Gegner mit frei wählbaren Taktiken und Techniken, wohingegen die Sportlerinnen und Sportler im Ne-Waza ausschließlich auf Bodentechniken zurückgreifen dürfen. In einem Duo-Wettkampf treten je zwei Aktive in einem Paar gemeinsam an und demonstrieren nach vorgegebenen Angriffen Techniken der Selbstverteidigung, deren Ausführung unter anderem auf Sauberkeit und Präzision vom Kampfgericht bewertet wird. Dr. Hanns Schneider betont den „großen Sportgeist und einen großen Grad an Entspanntheit“ in den vorangegangenen Wettkämpfen, bei denen der Spaß am Miteinander spürbarer war als der unbedingte Siegeswille. „Daran möchten wir wieder anschließen, damit alle Beteiligten mit einem Lächeln nach Hause gehen.“
Text: Uni Jena
