Am Wochenende des 20. und 21. Juni 2015 fand im Chemnitzer Sportforum die Deutsche Hochschulmeisterschaft Ultimate Frisbee statt. Dort wo sonst die Fußballer des CFC trainieren und die Leichtathleten des LAC ihre Runden drehen, jagten an diesen beiden Tagen etwa 400 Sportlerinnen und Sportler aus Hochschulstandorten in ganz Deutschland der runden Plastikscheibe hinterher.
Unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin, Frau Barbara Ludwig, und mit freundlicher Unterstützung der Stadt Chemnitz sowie zahlreicher Helferinnen und Helfer, boten sich den Teilnehmenden sehr gut präparierte Rasenplätze und feinster Kunstrasen sowie das Flair großer Sportstadien auf dem Hauptplatz des altehrwürdigen Sportforums. Trotz der teilweise durchziehenden Regenschauer, besonders am Samstag, konnten alle Spiele regulär durchgeführt werden. Besonders die Möglichkeit im Hauptstadion spielen zu dürfen, stieß bei den Teams auf Begeisterung. Aufgrund der Größe des Starterfeldes, mit insgesamt 32 Teams, wurden einige der Spiele zusätzlich auf dem Sportplatz der Universität ausgetragen. Die Distanz zwischen den Austragungsorten sowie dem Zeltplatz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellte dabei jedoch kein Hindernis dar, da alle Aktiven mit ihren Teilnahmeausweisen das gesamte Wochenende lang den öffentlichen Nahverkehr der Stadt Chemnitz nutzen durften – so auch zum Abendessen im Stadtzentrum und zur anschließenden Spielerparty in der nahegelegenen Spinnerei. Diese und zahlreiche weitere kleine Details, die mit viel Akribie vorbereitet wurden, stießen auf ein größtenteils sehr positives Feedback bei den Akteuren. So wurde für jedes Team ein Beutel mit zahlreichen nützlichen Gimmicks gefüllt, gestalteten die Stoneheads für jedes Gästeteam jeweils ein Teamschild mit der Chemnitzer Skyline als Erkennungsmerkmal und Erinnerungsstück, ließen sie spezielle DHM-Scheiben drucken, und vieles mehr!
Da Hochschulteams erfahrungsgemäß einem dauerhaften Wandel unterliegen, schaute das Organisationsteam der Hochschulsportgruppe Ultimate Frisbee mit großer Spannung auf das Wochenende. Während am Samstag und am Sonntagvormittag die Vorrundenspiele stattfanden, kam es am Sonntag in den Nachmittagsstunden zum großen Finale zwischen den Teams der WG Würzburg und TU Dresden. Vor der Haupttribüne des Sportforums, auf der sich zahlreiche Teilnehmende sowie einige interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer einfanden und die Teams lautstark anfeuerten, bot sich ein spannendes Spiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften. Am Ende konnten sich die Würzburgerinnen und Würzburger nach einem Kopf-an-Kopf-Spiel im Universe-Point mit 8:7 durchsetzen. Als Siegertrophäe winkte neben dem Wanderpokal des adh für den Sieger, für die ersten drei Teams jeweils eine kleine hölzerne Statue des Chemnitzer Wahrzeichens, des Nischels. Für alle weiteren Teams gab es Beutel, gefüllt mit kleinen Souvenirs aus Chemnitz. „Wir möchten, dass unsere Sportart in Zukunft noch mehr Anklang in der Öffentlichkeit findet und vor allem junge Menschen zu diesem Sport finden. Zudem wollen wir den Universitätsstandort Chemnitz auch außerhalb Sachsens als sportliche Botschafter vertreten und zeigen, dass Chemnitz eine bunte Stadt ist“, so Benno Oehme, Organisations-Chef der DHM 2015. „Wir wollten den Teams einerseits tolle Wettkämpfe bieten, daneben aber auch die Stadt Chemnitz und die TU schmackhaft machen. Der Dank zahlreicher Teilnehmender für die Ausrichtung dieser DHM beweist, dass uns dies gelungen ist“, so Oehme weiter.
„Wir freuen uns über den rundherum fairen Wettkampf im Sinne des Spirits. Spiritsieger, und somit Gewinner der schwarzen Gaia-Spiritscheibe, wurde an dem Wochenende die Uni Marburg. Des Weiteren sind wir stolz, dass wir als Stoneheads unser Vorjahresergebnis toppen konnten und auf Rang 14 gelandet sind“, resümiert er.
Text: Matthias Hähnel
