19.07.2016 | Kategorie: EUG , 2016 , TopNews

Tag 8: Bochum bleibt nur Silber

Sie waren knapp vor der Titelverteidigung, aber am Ende reichte es für die WG Bochum nicht zum erneuten Titelgewinn. Mit 1:2 verlor die RUB11 gegen die portugiesische Minho Universität. Die Marburger Fußballerinnen dürfen sich nach einem 2:1-Sieg über Bronze freuen.

Es sollte die große Titelparty für die Spieler aus dem Ruhrgebiet werden. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr hatte die Mannschaft von Trainer Adam Frytz die Goldmedaille fest im Visier. Zunächst sah es auch ganz so aus, als hätte sein Team die besseren Karten. Bochum kam schwungvoll aus der Kabine und erarbeitete sich bereits in den ersten Minuten zahlreiche Chancen. In der fünften Minute ist es eine Flanke von Christian März, die Mathien Bengsch versucht auf das Gehäuse zu bringen, aber knapp verzieht. Die Deutschen wirkten hinten geordnet und kombinierten sich immer wieder in den portugiesischen Strafraum.

Es dauerte 15 Minuten, bis Portugal per Eckstoß das erste Mal in den Bochumer Strafraum kam. In den ersten 30 Minuten der Partie hingen Minhos Offensivkräfte vollkommen in der Luft und bekamen keine Chance. Folgerichtig und verdient war auch das 1:0 durch Mathien Bengsch. Er nutzte Abstimmungsprobleme in der portugiesischen Hintermannschaft, verlud Schlussmann Martins und schob so problemlos ins gegnerische Tor ein. Es dauerte allerdings keine fünf Minuten bis Minho zurückschlug. Eine Ecke der Portugiesen konnte die Bochumer Verteidigung nicht richtig rausbringen und so war Pedro Oliveira aus der zweiten Reihe mit einem Distanzschuss zum 1:1 erfolgreich (33. Minute). Nun war Minho im Spiel angekommen und setzte plötzlich selbst Offensivakzente. Die größte Möglichkeit hatte Kapitän Geovani Alves, dessen Kopfball Torwart Johannes Focher aus dem Winkel fischte. Kurz vor der Pause war es ein erneuter Kopfball von Alves, der den Gegner durchatmen ließ. Doch abermals fand der portugiesische Stürmer seinen Meister in Focher. 

Nach dem Seitenwechsel suchte Bochum immer noch seinen Spielfluss der ersten halben Stunde. In der 54. Minute lag das Leder nach einem Freistoß plötzlich im Gehäuse von Focher. Die Fahne des Unparteiischen ging jedoch hoch und so blieb es beim 1:1. Die Partie wurde in der Folge intensiver. Immer wieder versuchten die Portugiesen über lange Bälle und schnelles Umschaltspiel ihre Offensivkräfte in Szene zu setzen. Die entscheidende Szene passierte in der 62. Minute. Joan Araujo wird mit einem langen Ball über das halbe Feld in Szene gesetzt. RUB-Verteidiger Sebastian Lotters versucht, mit einem langen Schritt kurz vor dem Strafraum zu klären. Der Unparteiische entscheidet auf Foulspiel und rot.

Zu zehnt bleiben klare Chancen auf beiden Seiten aus bis Portugals Vitor Ribeiri den 2:1-Siegtreffer schoss. Vorausgegangen war eine unglückliche Kopfballabwehr von Kapitän Christian Mengert, der alleine gegen zwei Angreifer per Hinterkopf zum Gegner klärte. In den letzten Minuten ging Bochums Torhüter Johannes Focher immer wieder mit in den gegnerischen Strafraum. Doch als nach einer Ecke auch der letzte Kopfballversuch, bei dem sich Mengert und Focher gegenseitig behinderten, am Tor vorbeistrich, war die Entscheidung gefallen. So führte die erste Niederlage des Turniers zu Silber.

Die Marburger Sensation ist perfekt (Fußball)

Durch ein 2:1 im kleinen Finale gegen die Uni Ural Federal hat die Uni Marburg ihren Traum vom EUG-Edelmetall wahr gemacht. Dabei boten die Hessinnen eine überzeugende Leistung und setzten sich so verdient gegen die Osteuropäer durch.

Bereits von Anfang an zeigte Marburg eine druckvolle Spielweise. Die Gegnerinnen schienen über den forschen Beginn ihrer Kommilitoninnen überrascht zu sein. Lena Therre krönte den guten Start mit ihrem 1:0. Der Treffer beflügelte die Elf von Trainer Fabian Dirks weiter. Marburg blieb druckvoll, erarbeitete sich Torchancen und baute kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung durch Greta Budde weiter aus.

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Russinnen dann stärker und erhöhten ihre Bemühungen, zu verkürzen. Dies gelang der Uni Ural Federal auch Mitte der zweiten Halbzeit. Doch der Marburger Abwehrverbund arbeitete weiterhin zuverlässig und so konnten die deutschen Studentinnen das 13. Edelmetall für die Bundesrepublik bejubeln.

Deutsche Volleyballteams knüpfen an Erfolge an (Volleyball)

Die deutschen Volleyballteams marschieren weiter gut durchs Turnier. Am zweiten Wettkampftag holten sich sowohl die Frauen der WG Köln als auch die Männer der WG Würzburg ihren zweiten Turnier-Erfolg.

Zunächst kam das Team der Uni Gazi besser ins Spiel. Gleich im ersten Satz zeigten die Türken mit ihrem 25:21 Ambitionen für den Tagessieg. Im zweiten Satz drehten die Würzburger das Ergebnis um und gleichen so aus (25:21). Durch zwei 25:19-Satzssiege behalten die Bayern ihre weiße Weste und sind so für das morgige Spiel gegen Groningen bestens gerüstet.

Einen nahezu identischen Spielverlauf nahm auch das Aufeinandertreffen der WG Köln mit der Uni Minho bei den Damen. Nachdem die Rheinländerinnen den ersten Satz 25:27 herschenkten, kam das deutsche Team immer besser ins Spiel. Einem 25:20 folgte ein 25:19 und abschließend ein 25:18. Als nächster Gegner wartet die Uni Tallinn auf Deutschlands Volleyball-Spezialistinnen.

Beginn der Tischtennis-Wettbewerbe (Tischtennis)

Am Vormittag starteten die Uni Hamburg und die Uni Koblenz-Landau jeweils mit einem Sieg ins Tischtennis-Turnier. Während die Hamburger fünf Sätze zum Spielgewinn brauchten, setzte sich die Uni Koblenz-Landau mit 3:1 gegen die finnische Jyväsklä Universität durch. Die Hanseaten lagen zunächst mit 1:2 in einem hitzigen Turnier gegen Gastgeber Zagreb zurück. Gegen starke Kroaten drehte Hamburg dann jedoch das Spiel und sicherte sich den ersten Erfolg. 

Würzburg zelebriert Torfestival (Futsal)

Mit einem überlegenen 11:0 düpierten Würzburgs Futsalerinnen die Damen der Uni Bern. Bereits nach zehn Minuten stand es 2:0 für die Bayerinnen. Auch in der Folge bekamen die Schweizer Gegenspielerinnen keinen Zugriff aufs Spiel. Bern erspielte sich nur selten Torchancen, die es dann auch noch ungenutzt ließ. Über die gesamte Spielzeit war Würzburg schneller am Ball  und technisch individuell stärker besetzt. Dank einer taktisch abgeklärten Leistung kämpft das Team von Gernot Haubenthal morgen gegen Krakau um den Gruppensieg.

Frankfurt sichert sich 7. Platz (Fußball)

Mit einem Sieg verabschiedete sich die Damen-Elf der Uni Frankfurt aus dem Fußball-Turnier. Die Studentinnen vom Main setzten mit einem klaren 6:0-Erfolg gegen die Uni Bern noch einmal ein Ausrufezeichen. Das Team aus der Bankenmetropole eröffnete den Torregen durch den frühsten Treffer des Turniers. Bereits nach wenigen Sekunden schockten die Deutschen ihre Gegnerinnen. Zwei weitere Tore in der ersten Halbzeit sorgten für eine beruhigende Führung. Nach dem Seitenwechsel drehte die Mannschaft, die gegen Marburg aus dem Medaillenrennen ausgeschieden war, weiter auf. Drei Mal ging das Leder noch ins gegnerische Netz, so dass sich Frankfurt mit dem siebten Platz von den EUSA-Games verabschiedet. 

Würzburger Team auf Platz 10 (Fußball)

Weniger erfolgreich verlief der Vormittag für die WG Würzburg. Stark verletzungsgeschwächt konnte der ohnehin schon kleine Kader im Spiel um Platz neun nicht mit der spanischen Konkurrenz aus Almeria mithalten. Durch das 1:5 verpassten die Bayern knapp einen einstelligen Endrang.

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