Nachdem Inga Felske, Mitglied des ABBW, die Teilnehmenden herzlich begrüßt hatte, machte die anschließende Vorstellungsrunde schnell die Wünsche der Praktiker deutlich: Sich endlich einmal intensiv mit dem Thema Dehnen zu befassen, viele Fragen von kompetenter Seite beantworten zu lassen und mit der Sicherheit nach Hause zu fahren, die Teilnehmenden in Hochschulsport-Gruppen optimal betreuen zu können.
Tim Kramer aus dem DOSB-Sportphysiotherapie Team vermittelte zunächst wichtige Inhalte zur Bindegewebsphysiologie, bevor Fragen geklärt wurden. So wollten die Teilnehmenden beispielsweise wissen, wie lange und vor allem mit welcher Zielsetzung und Methode effektiv welche Strukturen gedehnt werden können. Damit wurde auch ein Problem der Übungsleiterinnen und Übungsleiter deutlich: Es war unklar, wie sinnvoll bei einer großen, heterogenen Übungsgruppe gedehnt werden kann.
Die geschulte Körperwahrnehmung ist beim Dehnen sehr wichtig. Vor allem, wenn gespürt werden soll, ob Bewegungsbeeinträchtigungen aufgrund der Muskulatur oder der Nerven vorliegen. In Partnerarbeit wurde dieser Aspekt vertieft und Tim Kramer musste viele individuelle Fragen beantworten.
Das gemeinsame Abendessen bot reichlich Gelegenheit sich über die spezifischen Bedingungen der verschiedenen Hochschulsport-Standorte auszutauschen, und spezielle Fragen ausgiebig zu klären.
Am Sonntag wurden die neuen Erkenntnisse in Gruppenarbeit in die Praxis umgesetzt und Dehnübungen der Hauptmuskelgruppen zur Vor- und Nachbereitung vorgestellt und eingehend diskutiert. Zwei Mobilisierungsübungen für die Wirbelsäule rundeten das Programm ab und die Teilnehmenden machten sich nach der Abschlussbesprechung auf den Heimweg. Die Gesamtbeurteilung des Seminars war sehr positiv und eine Weiterführung auch in Aspekten der funktionellen Anatomie wurde von den Teilnehmenden gewünscht.
