Die studentischen Radsportler blicken in diesem Jahr auf den Freistaat Sachsen. Die TU Dresden richtet mit der DHM Rennrad und der DHM Mountainbike gleich zwei adh-Wettkampfveranstaltungen aus. In Leipzig kämpfen die Straßenfahrer um den Titel. Im für den Wintersport und die Bobbahn bekannten Altenberg absolvieren die aktiven Mountainbiker ihre Hochschulmeisterschaft. In unserer Interviewreihe blickt Martin Wördehoff, Disziplinchef Radsport im adh, auf die kommenden Radsportevents.
Angaben zur Person:
Name: Martin Wördehoff
Hochschule: ohne Zugehörigkeit
DHM: Rennrad, Mountainbike
Funktion: DC Radsport
Radsport ist vielseitig. Mit der DHM Rennrad und der DHM Mountainbike sind allein sieben Radmeisterschaften in diesem Semester im adh-Wettkampfprogramm vertreten. Welche Rolle spielt der Radsport im Hochschulsport? Wie wird er an den Standorten organisiert?
Der Radsport findet an den Hochschulsportstandorten in Trainingsgruppen, Kursen und Reiseveranstaltungen statt. Einen enormen Boom erleben wir derzeit in der jungen Mountainbikedisziplin Enduro. Es handelt sich dabei um eine geschicklichkeitsorientierte Wettkampfform, bei der auf einer Tagestour zwischendurch immer wieder Wertungsprüfungen mit Zeitnahme zu absolvieren sind. Ähnlich wie dies aus dem Rallyesport bekannt ist. Unser Kontingent von 50 Startplätzen bei unserer Premieren-DHM in Dresden/Altenberg war schon in kürzester Zeit ausgebucht.
Was macht für dich die Faszination am Radsport aus?
Die Geschwindigkeit, der Gegensatz von Konkurrenz und Gemeinschaft, die Bewegung in der größten Sportarena unseres Erdklumpens und das ständige, geradezu metaphorische Auf und Ab: Der Erfolg bringt erst dann den echten Höhenflug, wenn Du auch schon am Boden warst.
Warum hast du die Aufgabe des Disziplinchefs übernommen? Was motiviert beziehungsweise fordert dich an dieser Aufgabe?
Der Radsport hat mir viel gegeben. Ich würde sagen, es ist eine Frage der Ehre seine „Schulden“ zurückzuzahlen. Nein im Ernst: Wenn es keine Spaß mehr macht, höre ich auf…
Welche Herausforderungen warten auf die Aktiven der diesjährigen DHM Rennrad beziehungsweise Mountainbike?
Es wird spektakulär: Die Mountainbiker fahren im Marathon, dem Team-Relay (Staffel) und eben dem Enduro um die begehrten Meistertrikots mit dem Schwarz-Rot-Goldenen-Brustring. Im Rahmen der Mad-East-Challenge richtet das Unisportzentrum der TU Dresden in Altenberg die Wettbewerbe auf anspruchsvollen Strecken aus, so dass wir uns auf spannende Titelwettkämpfe freuen dürfen. Schon am 11. Mai sind die Straßenfahrer dran, wenn die Studierenden im Rahmen der Sparkassen neuseen classics in Leipzig, ebenfalls ausgerichtet von der TU Dresden, ihre Meister küren. Wir rechnen in allen Entscheidungen mit Spitzenbesetzung, nicht zuletzt da sich die Topfahrer noch den letzten Schliff für die diesjährigen Studierendenweltmeisterschaften in Polen holen möchten.
Was würdest du dir für die Entwicklung des Radsports innerhalb des deutschen Hochschulsports wünschen?
Ich denke wir haben in den letzten Jahren schon viel erreicht und können augenblicklich durchaus zufrieden sein. Sorge bereitet mir allerdings die Entwicklung der Studienbedingungen. Unsere Sportart ist zeitaufwendig, nicht nur im Training, sondern auch in der Pflege von Hochschulsportveranstaltungen. Bei den enger gestrickten Studienplänen wird es spürbar schwieriger gute Leute zu finden, die bereit sind, sich zu engagieren.
Vielen Dank für das Interview.
