Da die MLP Deutsche Hochschulmeisterschaft auch ein Qualifikationswettbewerb für die WM im eigenen Lande und die Sommer-Universiade in Belgrad war, ging die Spitze deutschen Leichtathletik an den Start.
Zu den Spitzen-Athleten der MLP DHM zählten die Frankfurter Hammerwerferinnen, die direkt nach dem Rückflug aus dem Trainingslager in San Diego Punktlandungen in Darmstadt brachten und die WM-Norm knackten. Weltmeisterin Betty Heidler (Uni Frankfurt) beeindruckte mit Würfen jenseits der 73-Meter-Marke, die Studentinnen der VFH Wiesbaden, Kathrin Klaas und Andrea Bunjes, folgten mit 71,25 und 70,23 Metern. Auch die Speerwerferin Linda Stahl (WG Köln) hat mit 62,48 Metern die Qualifikationsweite für die WM geschafft. Im Hochsprung zeigten sich Raul Spank (TU Dresden) mit 2,31 Metern und Ariane Friedrich (VFH Wiesbaden) mit 1,95 Metern für die WM gerüstet. „Schön, wenn man’s weg hat“, kommentierte Spank die frühzeitige Erfüllung erleichtert. Nach hartem Training sei der Start in Darmstadt „ein Kampf der Überwindung“ gewesen. Ariane Friedrich war mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden. Gehandicapt von einer Nagelverletzung scheiterte sie an der 2-Meter-Marke. Dennoch hat sie ihr Ziel, bei der Universiade auf dem Treppchen ganz oben zu stehen fest im Blick: „Ich will Universiadesiegerin werden!“
Gemeinsam mit den Spitzenathletinnen und -athleten gingen auch ambitionierte Freizeitsportler an den Start. „Dies macht den besonderen Reiz der DHM als Sportfest für Studierende aus“, erläutert Roland Joachim, adh-Vorstandsmitglied und Hochschulsportleiter der Hochschule Darmstadt. Joachim baute bei der Organisation der MLP DHM auf eine konzertierte Aktion mit dem ASC Darmstadt als Mitausrichter, dem deutschen und hessischen Verband sowie der Edith-Stein-Schule und freut sich über die gelungene Veranstaltung. Dass die Deutschen Hochschulmeisterschaften Leichtathletik in Südhessen Station machen, entwickelt bereits Regelmäßigkeit. Pfungstadt, Groß-Gerau und Egelsbach waren schon Ausrichtungsorte. Dass die Meisterschaften heuer in Darmstadt stattfinden konnten, ist allerdings schon eine Besonderheit. Denn das Bürgerparkstadion war über Jahre in einem miserablen Zustand. „Nun hat es die Stadt wieder auf Vordermann gebracht und wir haben aus den Rahmenbedingungen das Beste herausgeholt“, so Joachim. Die spannende Frage sei nun, „was man künftig daraus macht“.
