Im neuen Ruder-Achter-Rennen zwischen den beiden Universitätsstandorten Münster und Groningen, welches an das historische Ereignis „Bommen Berend“ angelehnt ist, konnte sich Groningen erneut erfolgreich gegen die Angriffe aus Münster verteidigen. Während sich im siebzehnten Jahrhundert der Münsteraner Bischof im Kriegsgewand auf die Bombardierung der niederländischen Stadt konzentrierte, was ihm den Spitznamen „Bomben-Bernd“ (Bommen Berend) eintrug, wurde am Wochenende mit fairen Mitteln und kräftigen Ruderschlägen um den Sieg gekämpft. Dabei hatten die Gastgeber aus den Niederlanden das bessere Ende für sich. Sowohl auf der Langstrecke über 2,7 Kilometer durch die engen und kurvigen Kanäle, als auch auf der Kurzstrecke im Hafen der niederländischen Universitätsstadt hatte der Münsteraner Achter der Männer das Nachsehen. Die Frauen aus Westfalen zeigten sich hingegen sprintstark. Auf der 400 Meter langen Kurzstrecke setzte sich der Achter aus Münster gegen die Mannschaft der Gastgeber durch. Diese nutzte ihren Heimvorteil dann auf der Langstrecke. In den Kanälen gingen die Groningerinnen in Führung und gaben diese bis zur Ziellinie nicht mehr her.
Die vielen Zuschauer an der Strecke bekundeten ihre Begeisterung von beiden Ufern des Kanals mit viel Applaus und lautstarkem Anfeuern. Jörg Verhoeven, Leiter des Hochschulsports, und Jan-Phillip Müller, ebenfalls vom Hochschulsport Münster, waren vor Ort. Sie unterstützen die Münsteraner Teams tatkräftig und waren begeistert vom gelungenen Auftakt dieser Veranstaltung. Zukünftig wird das Rennen im jährlichen Wechsel zwischen den beiden Städten ausgetragen werden. Auch wenn die Ruder-Achter aus Münster in diesem Jahr im ersten Bommen Bootrace die Städtewertung verloren haben, eine spannende Revanche ist sicher und wird bereits voller Vorfreude in beiden Ländern erwartet!
Text: Uni Münster/adh
