Bei der zehnten Auflage des vom französischen Hochschulsportverband (FFSU), dem französischen Tennisverband (FFT) und BNP Paribas ausgerichteten Master’U, warten auf das deutsche Tennisteam nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern zugleich auch eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre unter allen Beteiligten. Eine Besonderheit des „world event of university tennis“ ist der ungewöhnliche Spielmodus. In jeder Begegnung zwischen den Studierenden zweier Länder geht es um sieben Punkte. Die aus drei Frauen und drei Männern bestehenden Teams spielen jeweils zwei Damen- und Herren-Einzel, ein Damen und Herren-Doppel sowie ein Mixed. Die Mannschaft, die am Ende mindestens vier der Matches gewonnen hat, siegt.
Der Disziplinchef Tennis, Dr. Uwe Scholz, blickt mit großer Zuversicht auf den Wettkampf: „Wir werden dieses Jahr mit einem sehr guten Team nach Frankreich fliegen und haben so das Ziel, ein ‚Treppchenplatz‘ zu erreichen. Mit Anna Klasen und Richard Becker haben wir zwei Top-Spieler an den vorderen Positionen“. Einen zusätzlichen Vorteil hat das deutsche Team dadurch, dass alle drei Männer im selben Verein spielen. Dadurch sind sie als Doppel gut eingespielt, wie sich auch bereits im letzten Jahr bei dem Master‘U zeigte. Denn vier der Spielerinnen und Spieler waren bereits vergangenes Jahr in Frankreich am Start und hoffen nun, aus den dort gesammelten Erfahrungen profitieren zu können.
Besonders große Hoffnungen liegen jedoch auch auf den neuen Gesichtern im Team. Master’U-Neuling Anna Klasen führt den Rang der für Deutschland antretenden Damen an. Als Punkt 19 der deutschen Rangliste kommt ihr eine Favoritenrolle im Team zu. „Ich habe mich dazu entschieden, am Turnier teilzunehmen, weil ich sehr gerne in einem Team spiele und es eine tolle Erfahrung ist, in einer Mannschaft international antreten zu dürfen“, freut sich die Studentin aus Düsseldorf über ihre Premiere im deutschen Team. „Mein Ziel ist es, Deutschland spielerisch gut zu vertreten, indem ich gute Leistungen im Einzel und Doppel absolviere.“ Dieses Ziel zu erreichen, wird jedoch keine leichte Aufgabe. „Klarer Favorit und Weltmeister der letzten Jahre sind natürlich die USA, die aufgrund ihrer College-Struktur ein unglaublich großes und gutes Spielerpotential haben“, weiß der deutsche Disziplinchef. Doch auch andere Länder, wie beispielsweise die Gastgeber und letztjährigen Finalisten aus Frankreich, werden mit einem starken Team dabei sein. „Wir werden in jeder Partie gegen starke Gegner antreten dürfen“, ist sich Anna Klasen sicher.
