Foto: Uni Münster

Israel Friendship Games: Dribbeln für die Freundschaft

Sie kamen aus der ganzen Welt. Die Mannschaften der diesjährigen Israel Friendship Games zeigten ihre Verbundenheit und Solidarität mit Hilfe des Sports. Mittendrin war das Team der Uni Münster.

Bereits zum vierten Mal nahm die Frauen-Basketballmannschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) an den Israel Friendship Games teil. Seit 2006 treffen sich Teams aus den verschiedensten Gegenden der Welt und spielen gemeinsam für die Freundschaft untereinander. In den vergangenen Jahren traten Münsteraner Teams so schon gegen Mannschaften aus Griechenland, China, Jordanien, Palästina und Russland an. In jedem Jahr finden neue Nationen und Mannschaften den Weg zu den Spielen und bauen somit die internationale Gemeinschaft aus. „Die Durchmischung funktioniert! Der Spirit ist spürbar! Die Stimmung war Klasse! Vor allem im Vergleich zu den anderen Jahren hatte ich das Gefühl, dass die Spielerinnen und Spieler aller Nationen in diesem Jahr viel offener waren und sich nicht in ihren Teams eingekapselt haben“, erklärte Jeannine Wagner. Darüber hinaus lobte die Trainerin der Münsteraner Mannschaft die diesjährigen Neuerungen im Turnier. Im Mixed-Wettbewerb gingen die Spielerinnen und Spieler in nationenunabhängigen Mannschaften an den Start. Dadurch wurde der Austausch untereinander gefördert. Dasselbe Ziel verfolgte das neueingeführte Allstar-Spiel. Die Kapitäne aller Mannschaften traten gegen eine Allstar-Mannschaft von Maccabi Tel Aviv, dem Euroleague-Sieger von 2014, an. Dabei hinterließ die Münsteraner Spielerin Ulla Heidtmann mit einer hundertprozentigen Trefferquote einen besonders guten Eindruck.

Diesen bestätigte die Mannschaft aus Westfalen dann auch im regulären Turnier. Gegen die Mannschaften aus Palästina, einem arabischen Team aus Nazareth und den Titelverteidigerinnen der Universität Tel Aviv spielten sich die Deutschen mit einer beherzten Leistung ins Finale. Dort warteten die Favoritinnen aus den USA auf die Mannschaft der WWU. Gegen die physisch und spielerisch überlegenen Spielerinnen aus Nordamerika hatten die Münsteranerinnen zwar das Nachsehen, freuten sich aber über die Silbermedaille. „Die Münsteraner Mannschaft hat eine tolle geschlossene Teamleistung gezeigt und die Uni Münster sehr gut vertreten, sowohl auf dem Spielfeld als auch daneben“, bilanzierte Wagner das Auftreten ihrer Schützlinge.

Text: Uni Münster / adh