28.05.2015 | Kategorie: Fußball , 2015 , international

Fußball-Testspiel-Niederlage gegen Frankreich

Nach einem harten Kampf stand am Ende ein 1:4 aus deutscher Sicht. Gegen das Fußball-Universiade-Team des französischen Verbandes verlor die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft ihr Länderspiel am gestrigen Mittwoch in Lyon. Dabei war vor allem die erste Halbzeit eng umkämpft und auf Augenhöhe.

Für das neu formierten Fußballteam von Trainer Stefan Hartl war es der erste gemeinsame Lehrgang. Dementsprechend positiv fällt am Ende auch das Fazit des Übungsleiters aus: „Ein großes Kompliment gebührt unserer komplett neu zusammengestellten Mannschaft, die sich am Vortag des Spiels das erste Mal überhaupt getroffen hat. Angesichts der widrigen Umstände haben wir einen bravourösen Kampf abgeliefert, auch wenn am Schluss etwas die Kraft gefehlt hat“, so Hartl. Er und sein Trainerteam sahen zuvor ein sehr enges Match, das die deutschen Damen in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe gestalten konnten. Auch wenn Frankreich bereits nach acht Minuten das erste Mal jubeln durfte, gelang es der deutschen Mannschaft mit zunehmender Spieldauer immer besser den eigenen taktischen Plan umzusetzen.

Die französische Führung basierte auf einem Stellungsfehler und Abstimmungsproblemen zwischen deutscher Hintermannschaft und Torfrau. Nach dem Ausgleich per Eckball konnte das Team aus der Bundesrepublik viele Bälle bereits im Mittelfeldbereich gewinnen, was immer wieder in aussichtsreichen Kontersituationen mündete, die allerdings nicht zwingend genug genutzt wurden. Tabea Knöll hatte die wohl klarste Chance des Spiels, als sie alleine auf die gegnerische Torhüterin zusteuerte, den Ball aber Millimeter neben den Pfosten setzte. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten wenige Torraumszenen.

Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff war es abermals ein Eckball der zum Torerfolg führte – dieses Mal allerdings auf der Seite der Gastgeberinnen. Einen schlecht verteidigten Eckball nutzten die Französinnen zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel merkte man deutlich, dass die Französinnen in der heißen Phase der Vorbereitung auf die Universiade stecken. So wurden die Zweikämpfe sehr hart, wenn auch meisten fair, geführt und das Spieltempo weiterhin sehr hoch gehalten. Der Kräfteverschleiß auf deutscher Seite war nun allmählich spürbar, nachdem die meisten Spielerinnen am Montag noch im Ligabetrieb waren.

Ein erneuter Gegentreffer nach einer Ecke und ein kurz darauf gesetzter Konter markierten für Frankreich den 4:1-Endstand. Trainer Stefan Hartl blieb gelassen und gratulierte den Gegnerinnen: „Insgesamt geht der Sieg der Französinnen in Ordnung, die mit vier herausragenden Akteurinnen ein Topkandidat für die K.o.-Runde der Universiade sind. Dennoch denke ich, dass der Sieg etwas zu hoch ausgefallen ist.“

Auch bei adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch fällt das Fazit der Maßnahme positiv aus: „Es war eine gute Möglichkeit, gegen eine sehr starke französische Mannschaft zu testen. Wir danken dem Deutschen Fußballbund für die finanzielle und logistische Unterstützung des Lehrgangs.“

Die Deutsche Studierenden Nationalmannschaft:

Kristina Kober (Uni Heidelberg/TSG Hoffenheim), Vicotria Bendt (CAU Kiel/Holstein Kiel), Jana Leugers (CAU Kiel/Holstein Kiel), Ramona Strahl (LMU München/FC Bayern München II), Anja Pfluger (TU München/FC Bayern München II), Veronica Capoccia (LMU München/FC Bayern München II), Nina Heisel (Uni Erlangen-Nürnberg/SV 67 Weinberg), Annika Kömm (Uni Würzburg/SV 67 Weinberg), Constanze Böck (Uni Würzburg/ETSV Würzburg), Sophia Dietze (Uni Würzburg/ETSV Würzburg), Magdalena Richter (Uni Bochum/VfL Bochum), Daniela Ließem (TU Dortumund/VfL Bochum), Mirjam Steck (Uni Erlangen-Nürnberg/TSV Crailsheim), Tabea Knöll (HS Neu-Ulm/TSV Crailsheim), Hue-Man Cau (DSHS Köln/B. Möchengladbach), Hannah Scheid (Uni Marburg/Eintracht Wetzlar), Hartl  Stefan (Trainer), Katja Greulich (Co-Trainerin), Christina Mahle (Physiotherapeutin), Jeannette Rau (Organisation/adh-Geschäftsstelle).