Foto: Jürgen Lecher
27.11.2025 | Kategorie: Wettkampf , DHM , Taekwondo

DHM Taekwondo 2025: Breites Teilnehmerfeld und starke Leistungsdichte erwartet

Das KIT Karlsruhe richtet am 29.11.2025 die Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) Taekwondo aus. An diesem Wochenende trifft sich dort erneut das gesamte Spektrum des studentischen Kampfsports – vom ambitionierten Anfänger bis zur erfahrenen Nationalkaderathletin. Die Meldedaten der Hochschulen zeichnen schon jetzt das Bild eines vielfältigen, engagierten und leistungsstarken Teilnehmerfelds, das in Kyorugi und Poomsae für hochklassige Wettbewerbe sorgen dürfte. Mit über 125 Teilnehmenden wird diese eine der größten DHM Taekwondo bisher sein.

Kyorugi: Von Hochschulsport bis Hochleistung – Vielfalt auf der Kampfmatte

In den Vollkontaktkategorien, die mit dem elektronischen KPNP-Wertungssystem ausgetragen werden, zeigt sich die ganze Bandbreite des Hochschulsports. Besonders in der Kategorie A, die den Athletinnen und Athleten ab dem 2. Kup vorbehalten ist, formiert sich ein Feld mit beeindruckender Leistungsdichte. Zahlreiche Starterinnen und Starter bringen Wettkampferfahrung aus Landesverbänden, der Nationalmannschaft und internationalen Wettkämpfen mit. Die Leistungsstärke ist besonders in den Gewichtsklassen der Männer – etwa in den Kategorien -68 kg (Jona Pörsch, Feyyaz Gümüs), -80 kg (Vincent Hörmann, Kaan Gümüs) – traditionell hoch. 

Auch bei den Frauen deutet sich ein hochkarätiges Starterfeld an. In -49 kg (Helin Kodamann, -57 kg (Frieda Steinkühler, Sarah Spillmann), -67 kg (Carolin Bauer, Emily Hörmann) und +67 kg (Esmeralda Husovic, Lisa-Marie Seele) stehen die Chancen gut auf technisch anspruchsvolle und taktisch geprägte Kämpfe. Viele Athletinnen sind es gewohnt, das KPNP-System souverän zu nutzen und ihre Treffer punktgenau zu setzen – eine Entwicklung, die den DHM-Wettbewerben in den letzten Jahren spürbar zugutekam.

Kategorie B: Dynamik und Überraschungsmomente

Neben der Spitze bietet die Kategorie B den Raum für jene, die erst im Hochschulsport oder im Verein echte Turnierluft schnuppern. Die Leistungsprofile sind hier gemischt, die Kampfstile vielseitig, die Begegnungen oft offen und überraschend. Für viele Studierende ist diese Rubrik der Einstieg in den Wettkampfsport – und nicht selten entwickeln sich genau hier die spannendsten Schlagabtausche des Turniers. Die breite Meldelage zeigt: Die Kategorie B bleibt ein Herzstück der DHM, das die Türen für neue Talente öffnet.

Poomsae: Vielfalt von C- bis A-Klasse, Freestyle als Highlight

Auch die Formenwettbewerbe präsentieren sich 2025 in Karlsruhe in ihrer ganzen Breite. Von der C-Klasse, in der Anfängerinnen und Anfänger des Hochschulsports antreten, bis zur A-Klasse, die technisch sehr anspruchsvoll besetzt ist, reicht die Spanne der Leistungsfelder.

Einzelwettbewerbe

Die Frauenkategorien weisen traditionell starke Teilnehmerzahlen auf. In der A-Klasse (Marina Geiselmann, Syfiya Nurzaman) treffen häufig routinierte Schwarzgurte aufeinander, die regelmäßig an Landes-, Bundesranglisten- und Weltranglistenturnieren teilnehmen. Ihre Darbietungen zeichnen sich durch präzise Technik, klare Linienführung und beeindruckende Körperkontrolle aus. Die B- und C-Klasse hingegen bieten ein breiteres Bild: Hier starten viele Studierende, die über den Hochschulsport erst in den Formenlauf hineingewachsen sind – oft mit viel Talent, Motivation und stetigem technischen Fortschritt.

Die Männer sind in einer eigenen A-Klasse (Nico Tragkos, Fabian Reich, Lenny Barzen) vertreten, in der ebenfalls starke Leistungen zu erwarten sind.

Paar, Team und Freestyle: Die kreative Seite der DHM

Besondere Akzente setzen wie jedes Jahr die Paar- und Teamwettbewerbe, die sowohl in der A- als auch in der B-Klasse ausgetragen werden. Während die A-Teams häufig aus sehr eingespielten Wettkampfformationen bestehen, die schon lange zusammen trainieren, bringen die B-Teams die bunte und spontane Vielfalt des Hochschulsports auf die Matte.

Ein jährliches Highlight bleibt der Freestyle-Wettbewerb, in dem Athletinnen und Athleten akrobatische und choreografische Elemente zeigen – begleitet von Musik und spektakulären Sprungtechniken. Die Zahl der Starterinnen und Starter ist zwar traditionell kleiner, das Niveau jedoch erfahrungsgemäß hoch und die Darbietungen publikumswirksam.

Para-Poomsae: Sichtbare Inklusion im Hochschulsport

Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme im Bereich Para-Poomsae. Die DHM setzt damit ein klares sportliches wie gesellschaftliches Zeichen für Inklusion. Athletinnen mit klassifizierten Einschränkungen präsentieren hier beeindruckende Leistungen, die nicht nur technisch, sondern auch sportlich-menschlich beeindrucken. Die Kategorie steht für das Selbstverständnis der DHM, Teilhabe und Leistung auf der gleichen Bühne zu vereinen.

Fazit: Eine DHM mit Breite, Tiefe und spannenden Leistungsprofilen

Die DHM Taekwondo 2025 verspricht erneut ein Turnier der Vielfalt. Mit starken A-Klassen im Kyorugi, dynamischen B-Gruppen und einem technisch hochstehenden Poomsae-Bereich ist der sportliche Rahmen gesetzt. Die Mischung aus erfahrenen Kaderathleten, engagierten Hochschulsportstarterinnen und kreativen Teams macht den besonderen Charakter dieses Events aus.

Karlsruhe darf sich damit auf ein hochklassiges und lebendiges Turnier freuen – eines, das nicht nur Medaillen verteilt, sondern den Spirit des studentischen Taekwondos feiert.