28.04.2016 | Kategorie: EUG , 2016 , Wettkampf

Deutsches Team bereit für die EUG 2016

Rund 400 Teilnehmende deutscher Hochschulen treten in knapp zweieinhalb Monaten die Reise nach Kroatien an, wenn es dort am 13. Juli heißt: „Let the (EUSA-)Games begin“. In insgesamt 15 verschiedenen Sportarten messen sich die deutschen Aktiven bei den diesjährigen European University Games (EUG) mit der internationalen Konkurrenz.

Mit bisher rund 400 Teilnehmenden ist das diesjährige Team fast doppelt so groß wie bei der letzten Auflage der EUG. Dies liegt daran, dass die EUSA das Programm um neue Sportarten erweitert hat, aber auch an dem großen Potenzial, das die EUG den Hochschulen bieten: „Die EUSA-Games halten für die Teilnehmenden nicht nur international hoch attraktive Wettkampfangebote bereit, sondern haben auch einen sehr hohen Erlebnischarakter. Darüber hinaus fördern derartige internationale Wettkampfteilnahmen die Identifikation von Studierenden mit ihrer Hochschule“, erklärt adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch. In diesem Jahr haben sich Hochschulen von 34 Standorten dazu entschieden, Sportlerinnen und Sportler zu entsenden.

Unter den fast 50 deutschen Mannschaften befinden sich viele Medaillengewinner der letzten Jahre. Im Badminton versucht beispielsweise die Uni Duisburg-Essen, an ihre Erfolge aus den Vorjahren anzuknüpfen. Sowohl bei den ersten EUG 2012 als auch vor zwei Jahren in Rotterdam holte die nordrhein-westfälische Hochschule Gold. Ebenso blickt das Volleyball-Team der TU München bereits auf einen Titelgewinn bei den EUG 2014 zurück. Silber holte damals unter anderem die Uni Hamburg mit ihrem Ruder-Frauenvierer, den sie dieses Jahr erneut ins Rennen schickt. Einige der antretenden Ruderteams überzeugten zudem bereits bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften (EUC): Der Männerzweier aus Bochum, Leichtgewichts-Männerzweier aus Heidelberg sowie der Leichtgewichts-Frauenvierer aus Münster ließen bei den EUC 2015 die gesamte europäische Konkurrenz hinter sich. Mit Universiade-Erfahrung startet Carolin Franzke (DSHS Köln) in den Wettbewerb. Die Leichtgewichts-Ruderin schaffte in Gwangju 2015 Universiade-Bronze. Ebenso war Tina Rügen (SRH HS Heidelberg), die an den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragenen Schwimm-Wettkämpfen teilnimmt, Teil der Studierenden-Nationalmannschaft 2015.

Auch in den Kampfsportarten ist das deutsche Team traditionell stark vertreten. Zu den Medaillenhoffnungen zählen beispielsweise die Judoka Sheena Zander (Uni Düsseldorf) und Maximilian Schubert (Uni Potsdam), die bei der EUC 2015 Gold holten. Im Taekwondo geht unter anderem Marilena Werth, Universiade-Teilnehmerin und EUC-Gewinnerin 2015, für die DSHS Köln an den Start. Auch Kommilitonin Julia Ronken sowie Tamara Gakovic (Uni Stuttgart) wollen nach EUC-Gold nun aufs Siegertreppchen der EUG. Dasselbe Vorhaben verfolgt Stella Holczer (TU Kaiserslautern) im Karate-Wettbewerb. Aber auch in den Teamsportarten stehen die Chancen für die deutschen Studierenden gut - beispielsweise für die WG Bochum, die im Fußball nach ihrem Sieg bei der vergangenen EUC auf einen erneuten internationalen Erfolg hofft.

Die Qualifikation der entsendeten Sportlerinnen und Sportler erfolgte größtenteils bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften des Vorjahres. Der jeweilige Hochschulmeister hatte das Vorrecht zur Meldung und damit das Erststartrecht. Im Ausnahmefall konnten auch zweit- oder drittplatzierte Hochschulen ihre Aktiven melden.