08.09.2016 | Kategorie: 2016 , international , TopNews

Bonnemann-Schwestern starten für Deutschland bei der WUC Wasserski in Japan

Slalom, Sprung und Tricks – Diese drei Disziplinen stehen für die Schwestern Chiara und Giannina Bonnemann bei der kommenden Studierenden-Weltmeisterschaft (WUC) in der Sportart Wasserski auf dem Programm. Heute startet im japanischen Akita der Wettbewerb.

„Ich schätze unsere Chancen sehr gut ein, jedoch muss man abwarten, wie der Wettkampf läuft“, zeigt sich Chiara Bonnemann zuversichtlich. Das Niveau gilt als sehr hoch, da starke Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Welt an der WUC teilnehmen. Wie bei jedem Wettkampf bereitete sich das 21-jährige Mitglied der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft mit intensivem Training auf den Wettbewerb vor.

Wasserski hat in der Familie Bonnemann eine große Bedeutung: Auch Chiaras und Gianninas jüngere Schwester Carlotta, die deutsche Jugendmeisterin wurde, ist auf den Brettern aktiv. Die Begeisterung übertrug der Vater auf seine drei Töchter, der hobbymäßig gerne Wasserski fuhr. Da die Bonnemann-Schwestern nicht nur große Freude an dem Sport zeigten, sondern ebenso großes Talent, nahmen sie bereits an zahlreichen Trainingslagern und Wettkämpfen teil. Mit Erfolg: Giannina wurde U21-Europameisterin, Chiara holte Silber bei der Junioren-WM. Nun hoffen beide auf eine Fortsetzung der Erfolge bei der diesjährigen WUC.

In Akita, das im Nordwesten der größten japanischen Insel Honshū liegt, ist für Chiara Bonnemann neben dem sportlichen Wettbewerb auch der interkulturelle Austausch mit den anderen Athletinnen und Athleten ein wichtiger Aspekt: „Ich freue mich darauf, alle meine Freunde aus der ganzen Welt wiederzusehen.“ Sie weiß allerdings ebenso um die Stärke der Konkurrenz: „Bei allen, die in meiner Kategorie mitfahren, darf man niemanden unterschätzen.“

Bei ihrer favorisierten Disziplin, dem Slalom, müssen die Teilnehmenden in einem Parcours Bojen umfahren. Mit jeder Runde wird dies schwieriger, da die Leine zum vorausfahrenden Boot stets kürzer wird. Beim Sprung fahren die Aktiven mit hohem Tempo über eine Rampe, um möglichst weit zu fliegen. Mehr als 40 Meter sind hier durchaus möglich. In der Trick-Disziplin hat Giannina Bonnemann Vorteile gegenüber ihrer Schwester, da sie etwas kleiner ist. In kurzer Zeit zeigen die Sportlerinnen und Sportler verschiedene Übungen, die von dem Schiedsgericht bewertet werden.

Bei der letzten Studierenden-Weltmeisterschaft 2012 in Santiago de Chile verpasste die deutsche Wasserski-Athletin Geena Krüger mit ihrem vierten Platz in der Kombination nur knapp einen Medaillenplatz. An dieses gute Ergebnis möchten die Bonnemann-Schwestern in Akita anknüpfen: „Ich erwarte einen fairen und spannenden Wettkampf“, freut sich Chiara Bonnemann auf den anstehenden Wettbewerb.