Hochschulsport als systemrelevanter Akteur
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die besondere Rolle des Hochschulsports im deutschen Bildungs- und Sportsystem. Der adh vertritt bundesweit über 200 Hochschulen und leistet mit seinen Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, Prävention und sozialen Integration. Zudem ist der Hochschulsport ein bedeutendes Rekrutierungsfeld für Nachwuchs im Ehrenamt sowie speziell für Übungsleitende.
Ein gemeinsames Anliegen war die strukturelle Stärkung des Hochschulsports in der nationalen Sportpolitik. Dabei wurde insbesondere der Zugang zu Bundesförderprogrammen thematisiert – vor allem mit Blick auf den Erhalt sowie den Ausbau moderner und bedarfsgerechter Sportinfrastruktur an Hochschulen.
Nachhaltige Impulse aus den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wirkung der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, an deren Ausrichtung der adh maßgeblich beteiligt war. Die sportliche Bilanz von Team Studi mit insgesamt 40 Medaillen sowie einer starken internationalen Beteiligung unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für die Förderung junger Talente und die Sichtbarkeit des Hochschulsports auf internationaler Ebene.
Darüber hinaus setzten die Games wichtige Impulse für die Stärkung dualer Karrierewege, die Förderung von Inklusion und Diversität im Sport sowie die nachhaltige Nachwuchsentwicklung im Ehrenamt.
Inklusion und Parasport weiter stärken
Auch die positive Entwicklung des Parasports war Thema des Austauschs. Erfolge bei internationalen Wettkämpfen – darunter 13 Medaillen bei den Torino FISU Winter Games 2025 sowie starke Ergebnisse im 3x3 Rollstuhlbasketball bei den Summer Games – verdeutlichen das Potenzial inklusiver Strukturen, auch im Hochschulsport.
Gleichzeitig wurde auf den wachsenden Ressourcenbedarf hingewiesen: Barrierefreie Sportstätten, die qualifizierte Betreuung inklusiver Trainingsgruppen sowie internationale Kooperationen erfordern langfristig verlässliche personelle und infrastrukturelle Rahmenbedingungen.
Ausblick
Ebba Koglin bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Babette Kibele für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachreferat im Bundeskanzleramt. Beide Seiten bekräftigten, diesen konstruktiven Austausch fortzusetzen und gemeinsam daran zu arbeiten, die strukturelle Bedeutung des Hochschulsports im deutschen Bildungs- und Sportsystem weiter zu stärken.
„Der Austausch mit Frau Dr. Kibele war für uns sehr konstruktiv und ermutigend. Wir konnten wichtige Impulse aus dem Parlamentarischen Frühstück vertiefen und zugleich gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung des Hochschulsports und die Förderung des adh schärfen“, resümierte Ebba Koglin.
