Bei den Wahlen wurden Jens Panse (Uni Erfurt) und Maren Schulze (Uni Potsdam) in die Beiräte Gesundheit sowie Bildung und Entwicklung gewählt.
Ein zentrales Thema der Sitzung, die Juri Ramke (Uni Oldenburg) leitete, bildete die finanzielle Situation des Hochschulsports. Der Länderrat unterstrich die Notwendigkeit, sich dauerhaft und strukturiert mit den bestehenden Herausforderungen auseinanderzusetzen. Dabei wurde auch der Aufbau eines abgestimmten Lobby- und Interessensvertretungskonzepts als wichtiger Schritt hervorgehoben – nicht zuletzt vor dem Hintergrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen in den Bundesländern.
Im Kontext der strategischen Verbandsentwicklung verständigte sich der Länderrat auf die Weiterarbeit mit einer strukturierten Strategiematrix, die der adh-Vorstandsvorsitzende Dr. Arne Göring (Uni Göttingen) vorstellte. Diese soll helfen, die vielfältigen Bedarfe der heterogenen Hochschulsportlandschaft realistisch zu priorisieren und wirksam zu bedienen. Dabei steht eine praxisnahe Ausgestaltung im Vordergrund, die unterschiedliche Entwicklungsstände der Einrichtungen berücksichtigt.
Ein zentrales Element des Strategieprozesses ist die geplante Perspektivtagung in Gießen. Sie soll als breit angelegter Beteiligungsprozess dienen, um Bedarfe der Mitgliedshochschulen zu erfassen und gemeinsame Prioritäten zu setzen. Vorstand und Länderrat rufen alle Hochschulsporteinrichtungen – unabhängig von Größe und Struktur – sowie insbesondere Studierende zur aktiven Teilnahme auf. Ergänzende Beteiligungsformate sind vorgesehen, um auch eine Mitwirkung unabhängig von einer persönlichen Teilnahme zu ermöglichen.
Im Bereich Wettkampfsport präsentierte der studentische Vorstand Ansätze für alternative Wettkampfformate. In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere die Rolle solcher Formate sowie die Bedeutung studentischer Beteiligung für deren Weiterentwicklung betont. Erste Schritte sind in der Umsetzung sind bereits in diesem Jahr angedacht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Neuaufstellung des verbandlichen Wissensmanagements. Ziel ist es, ein kostengünstiges, nutzerfreundliches und DSGVO-konformes System zu etablieren. Entscheidend für die Akzeptanz wird eine niedrigschwellige Nutzung mit klarem Mehrwert für die adh-Mitgliedshochschulen sein.
Aus den Rückmeldungen der Hochschulvertreterinnen und -vertreter wurde deutlich: Eine breite Beteiligung und transparente Kommunikation sind entscheidend, um die strategische Weiterentwicklung des Verbands gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Juri Ramke hob hervor: „Der adh wird durch sein Handeln als Verband definiert. Das können wir mitbestimmen. Unter anderem bei der Perspektivtagung in Gießen und über unsere Landeskonferenzen!"
