11.08.2018 | Kategorie: American Football , national , 2018

70 Jahre – 70 Köpfe: Sören Glöckner

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband feiert 2018 sein 70jähriges Bestehen. Aus diesem Grund stellen wir über das ganze Jahr verteilt auf unserer Homepage Personen vor, die sich um den Verband verdient gemacht haben. Am heutigen Freitag: Sören Glöckner, erster studentischer, ostdeutscher Vertreter im adh-Vorstand (1991-1994). Heute leitet er sein eigenes Ingenieurbüro und ist Präsident der Dresden Monarchs e.V. (American Football). Außerdem war er Projektleiter zur Olympiabewerbung der Stadt Leipzig für 2012.

Was verbindet mich mit dem adh?

Nach den sehr bewegenden Jahren 1989 bis 1991, in denen wir sehr aktiv für Veränderungen in unserem Land gekämpft hatten, folgten die ersten Erfahrungen in einer freiheitlichen Demokratie. Meine Tätigkeit im Studentenrat an der Universität Cottbus und im Vorstand des adh waren in diesem Zusammenhang vor allem auch Lehrjahre. Das war ein Intensivtraining in Sachen Demokratie und Sportpolitik. Ich erinnere mich gern an die Unterstützung meiner damaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen. 

In meiner Zeit im adh habe ich mich vor allem für den Erhalt des Hochschulsports in den neuen Bundesländern eingesetzt und an den entsprechenden Gesprächen und Verhandlungen mit den Landesregierungen und Hochschulen teilgenommen. Zu dieser Zeit stand der Hochschulsport an vielen Standorten vor dem Aus. Das sieht heute zum Glück anders aus.

Gern erinnere ich mich auch an unsere erfolgreiche Initiative, eine erste Deutsch-Polnische Hochschulmeisterschaft in der Leichtathletik auszurichten, die dann bereits 1992 in Cottbus stattfand. Insgesamt 900 Aktive gingen an den Start. Das war ein starkes Signal für den Hochschulsport im Osten. Mein persönlicher Höhepunkt war die Teilnahme an der Universiade 1991 in Sheffield als Mitglied der Delegationsleitung. Der Kontakt zu Sportlerinnen und Sportlern aus der ganzen Welt war für mich damals neu und einfach großartig.

Was macht den adh für mich aus?

Für mich steht der Verband für Meinungsvielfalt, gleichberechtigte Mitbestimmung und ein unglaublich breit aufgestelltes Bildungs- und Sportangebot. Ich bin nach wie vor sehr stark beeindruckt, dass ein einzelner Verband in so vielen verschiedenen Sportarten nationale und internationale Wettkämpfe auf hohem Niveau organisiert. Zu meiner Zeit stand neben dem Wettkampf die Begegnung im Vordergrund. Der kommerzielle Aspekt fand nur im Hintergrund statt. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Grundsatz nicht geändert hat.