Für die meisten Spieler der Gastgeber, den Karlsruhe Engineers, war das Turnier 2013 ein entspannter Ausgleich zum regulären Ligabetrieb, an dem sie als Teil der Badener Greifs in der Regionalliga teilnahmen. Vier Mannschaften kämpften damals um die begehrte Trophäe. Am Ende gewannen die Gastgeber souverän den Pokal und krönten sich nebenbei mit ihrem sechsten Sieg zum Rekordtitelträger des UniBowls.
2018 hat sich die Footballlandschaft in Karlsruhe deutlich verändert. Die Karlsruhe Engineers nehmen mittlerweile unter dem Dach des KIT SC am regulären Ligabetrieb teil. Der Mannschaft gelang ein spektakulärer Marsch durch die Ligen. Von der Bezirksliga ging es innerhalb von drei Jahren bis in die Regionalliga. Eine der wenigen Konstanten in diesen Jahren: Die adh-Open.
2014 wurde das Turnier in Paderborn ausgetragen, 2015 in Hamburg und 2016 in Mannheim. Bei allen drei Veranstaltungen waren auch die Engineers zu Gast und durften den Wanderpokal jedes Jahr wieder mit in die Fächerstadt zurücknehmen. Nur 2017 verhinderten Schwierigkeiten bei der Terminfindung eine offizielle Austragung.
2018 schließt sich nun der Kreis, jedenfalls in gewisser Hinsicht. Die Engineers treten das zweite Jahr in Folge in der Regionalliga an. Der UniBowl ist nun nicht mehr das einzige Spiel-Event des ehemals puren Hochschulsportvereins, sondern ein Spieltag (genau genommen zwei Spieltage) unter vielen. Dennoch ist das Turnier immer noch etwas ganz Besonderes für den Verein.
Der UniBowl hat einen einzigartigen Charakter, das weiß jeder, der schon einmal daran teilgenommen hat. Am Tag wird sich auf dem Feld gegenübergestanden, ohne dem Gegner auch nur einen Zentimeter Raumgewinn zu schenken. Am Abend wird das, was auf dem Feld passiert ist, nicht selten in meist vollkommen überzogene Heldengeschichten umgedichtet. So war es bereits 1992, bei der ersten Teilnahme der Engineers, und so wird es auch 2018 wieder sein.
Und so fiebern auch in diesem Jahr wieder alle teilnehmenden Mannschaften dem Turnier entgegen. Zu Gast sein in Karlsruhe werden die Mannschaften von der Universität Paderborn sowie von der Helmut-Schmidt Universität in Hamburg. Wer die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen darf entscheidet sich am 28. und am 29. April auf dem Kunstrasenplatz des KIT. Bis bei der Siegerehrung aber der UniBowl-Champion 2018 gekürt wird, wird es noch jede Menge Football und Spaß auf und neben dem Platz geben. Und natürlich die eine oder andere Heldengeschichte.
Die adh-Open American Football wird im Rahmen des adh-Wettkampfprogramms vom Gesundheitspartner Die Techniker unterstützt.
