1965 brachte eine Riege von Großmeistern die Sportart Taekwondo aus Südkorea nach Deutschland. Mittlerweile hat sich der Wettkampfsport in der Sportlandschaft etabliert. Seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney zählt Taekwondo zum festen olympischen Programm. Auch an den deutschen Hochschulen wird die Sportart an immer mehr Standorten praktiziert. Die DHM Taekwondo wurde zum festen Bestandteil des adh-Wettkampfprogramms. Nun blickt eine Seminarreihe an der Freien Universität Berlin, der Uni Hamburg und der Uni Kiel auf die Hyongs des traditionellen Taekwondo. Diese zeichnen sich durch spezielle Bewegungsformen und Zählweisen aus. Gelehrt werden diese von Seminarleiter Shin-Gyu Kang und seinen Kolleginnen und Kollegen Björn Pospiech (Heidelberg), Axel Schulze (Jena), Claudia und Maria Denninghaus (Berlin), die ihr Wissen von Großmeister Kwon Jae-Hwa vermittelt bekamen und in Absprache mit ihm weitervermitteln dürfen.
Seminarreihe beleuchtet Praxis und Theorie des Taekwondo
Der Startschuss zu dieser Seminarreihe fiel am 12. April 2014 an der Freien Universität Berlin. 30 Taekwondoin, wie man die Sportlerinnen und Sportler dieser Kampfsportart nennt, nahmen an dem Seminar teil. Zu Beginn blickte Shin-Gyu Kang auf die Geschichte des Taekwondo in Deutschland zurück. In der Folge gab Dr. Holmer Brochlos vom Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin interessante Einblicke in die koreanische Kultur. In seinen Vorträgen sprach er über die Geschichte Koreas sowie über die Sprache und Schrift des fernöstlichen Staates.
In der Praxis vermittelte Shin-Gyu Kang und seine Kollegen wichtige Elemente der Taekwondo Hyong. Nach dem Angrüßen und einem Gespräch über die Bedeutung dieser Zeremonie befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit Bewegungsformen des Hyong. Dabei lernten die Taekwondoin, bestimmte Techniken miteinander zu verbinden. Mit der Partnerin beziehungsweise dem Partner wurden anschließend die erlernten Bewegungen praktiziert und geübt. So erhielten die Sportlerinnen und Sportler einen tiefen Einblick in ihre Kampfkunst.
In den kommenden Monaten finden drei weitere Seminare an der Uni Hamburg, der Uni Kiel und abschließend wieder an der Freien Universität Berlin statt. Im Oktober 2015 folgt dann die gemeinsame Feier des 50-jährigen Jubiläums dieser spannenden Sportart in Deutschland.
Text: Maren Schulze, adh
