10.07.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

WUC Tischtennis: Nadine Bollmeier holt sensationell Silber

Nadine Bollmeier (DSHS Köln) bot am 09. Juli 2006, dem letzten Tag der WUC Tischtennis, eine unglaubliche Vorstellung in der Einzelkonkurrenz und holte Silber für das deutsche Team!

Als einzige Europäerin zog Nadine Bollmeier am 09. Juli 2006 bei den Studierenden-Weltmeisterschaften ins Viertelfinale ein und zeigte dort die beste Leistung des Tages! Gegen die an Position 83 in der Weltrangliste geführte und in Maribor Top-gesetzte Taiwanesin Yi-Hua Huang kam es am Sonntag zu einem wahren Tischtenniskrimi: nach 0:2 und 1:3-Satzrueckstand musste Bollmeier über die volle Distanz von sieben Sätzen gehen, um am Ende mit 11:9 die Oberhand zu behalten. 'Das war das knappste Spiel der Studierenden-Weltmeisterschaften', so Disziplinchefin Ines Lenze. 'Es ist unglaublich, wie sich Nadine ins Spiel zurückgekämpft hat.' Das Ergebnis lautete 4:11, 10:12, 11:9, 10:12, 14:12, 11:9, 11:9. Im Halbfinale gegen die Japanerin Midori, in der Weltrangliste ähnlich positioniert wie Bollmeier, gab es einmal mehr sieben spannende und hochklassige Sätze. Bollmeier wehrte drei Matchbälle ab, bevor sie sich über den Einzug in das Finale freuen konnte. 'Das ist sensationell! Ich habe mit dem FISU-Repräsentanten gesprochen und selbst er konnte sich nicht erinnern, wann zum letzten Mal eine nicht-asiatische Spielerin im Finale stand.' ((imfinale.jpg; Bollmeier im Finale - Foto: C. Pierre, FISU)) Im Finale verlor Bollmeier den ersten Satz recht deutlich. Gleich am Anfang des zweiten Satzes folgte eine Schreckskunde, als Bollmeier bei einem Topspin mit dem Finger vor den Tischrand schlug. 'Danach war es für mich sehr schwierig, so richtig ins Spiel zu finden. Die Verletzung selbst war für meine Gesamtleistung im Finale sicherlich nicht ausschlaggebend, aber das bringt einen natürlich schon raus“, resümierte Bollmeier im Anschluss. Außerdem ist Nadine zwei Mal über die volle Distanz gegangen, und bei den Temperaturen hier in der Halle schlaucht das ungemein.', ergänzte Disziplinchefin Ines Lenze. Nach der ersten Enttäuschung konnte Nadine Bollmeier aber schon wieder lächeln und freute sich mit ihrem Team über den großartigen Erfolg.