Der adh plant im Jahr 2004 die Beschickung und Finanzierung von insgesamt 13 Studierenden-Weltmeisterschaften. Die Finanzierung wird hauptsächlich aus den Mitteln des Bundesministeriums des Inneren (BMI) und adh Eigenmitteln bestritten. Folgende adh-Sportarten sind vorgesehen: 1. Badminton 2. Beach-Volleyball 3. Bogenschießen 4. Crosslauf 5. Judo 6. Karate 7. Orientierungslauf 8. Reiten 9. Rudern 10. Schach 11. Taekwondo 12. Tischtennis 13. Triathlon Bei der Nominierung zu Studierenden-Weltmeisterschaften erfüllt der adh eine wichtige Rolle zur Nachwuchsleistungsförderung junger studentischer Spitzensportler, die aufgrund ihrer hervorragenden Perspektive im Anschluss an das Juniorenalter an die nationale/internationale Leistungsspitze herangeführt werden sollen. Die studentischen Athletinnen und Athleten müssen zuerst jedoch unabhängig von den einzelnen Sportarten die allgemeinen Nominierungsvoraussetzungen erfüllen. Diese basieren auf den Vorgaben durch den internationalen Studentensportverband (FISU) sowie den Vereinbarungen zwischen dem adh und dem BMI/Bereich Leistungssport im DSB. Allgemeine Nominierungskriterien: - deutsche Staatsangehörigkeit - Geburtsdatum zwischen dem 01.01.1976 und dem 31.12.1986 - eingeschriebene Vollzeitstudentin/eingeschriebener Vollzeitstudent oder Examensabschluss nach dem 01.01.2003 - Mitgliedschaft im Bundeskader (A-, B- oder C-Kader) des zuständigen Fachverbandes - Mitgliedschaft im Anti-Doping-Kontrollkader (Stichtag:01.01.2004) - Teilnahme an den (Internationalen) Deutschen Hochschulmeisterschaften - Teamfähigkeit - Bei gleicher Qualifikation sollten junge, perspektivenreiche AthletInnen vorgezogen werden. Diese Voraussetzungen schränken den Kreis potentieller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Studierenden-Weltmeisterschaften ein. Eine sinnvolle Darstellung umfassender Nominierungsrichtlinien entsteht aber nur in Kombination mit sportfachlichen Anforderungen und einer Definition der Veranstaltungen bei denen die Leistungsfähigkeit nachzuweisen ist. Über die Definition aktuell zu erbringender Leistungsvorgaben soll die Auswahl leistungsfähiger Athletinnen und Athleten gewährleistet werden. Dabei ist es das Ziel des adh möglichst junge Athletinnen und Athleten, die innerhalb ihres Fachverbandes noch nicht die nationale Spitze erreicht haben, jedoch durchaus über die entsprechende Perspektive verfügen, zu fördern und über die studentischen Wettkämpfe zu motivieren. Für diese jungen Athletinnen und Athleten stellen die internationalen Studierenden-Wettkämpfe bei Universiaden und Studierenden-Weltmeisterschaften eine hervorragende Plattform dar, um weitere wichtige Erfahrungen in ihrer leistungssportlichen Entwicklung zu sammeln. Weiter sollen die sportfachlichen Nominierungskriterien garantieren, dass nur leistungsstarke Athletinnen und Athleten, die eine berechtigte Endkampfchance haben, zu internationalen Einsätzen gelangen. Die Aktiven werden auf Vorschlag des/der Disziplinchefs/Disziplinchefinnen und in Absprache mit dem zuständigen Fachverband sowie dem BL im DSB vom Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands nominiert. Im Folgenden werden unter der Überschrift der einzelnen Sportarten die spezifischen sportlichen Leistungsanforderungen dargestellt, die eine Nominierung zur Folge haben können (Die Formulierung muss so sybillinisch ausfallen, da immer ein zentraler Vorbehalt bestehen bleibt. Die Finanzierung der Entsendung jeder/jedes einzelnen Teilnehmerin/Teilnehmers muss gewährleistet sein). Die sportfachlichen Nominierungskriterien: 1. Badminton 09.-12.12.2004 in Bangkok/Thailand - Teilnahme an den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften vom 20.-23.05.2004 in Tübingen - Mitglied in A/B/C-Kader und Platzierung in der DBV-Rangliste Grenzen: Für EinzelspielerInnen: TOP 25 (Stichtag 01.06.2004) Für DoppelspielerInnen: TOP 20 (Stichtag 01.06.2004) 2. Beach-Volleyball 16.-20.06.2004 in Songkhla Province/Thailand - Teilnahme an den Deutschen Hochschulmeisterschaften 2003 in Göttingen - Platzierung (erstplatzierten Teams bei Männer + Frauen) bei den Deutsche Hochschulmeisterschaften. - Nachweis von DVV-Ranglistenpunkten oder Platzierung bei DVV-Cups oder DVV–Masters 2003/2004 3. Bogenschießen 19.-24.07.2004 in Madrid/Spanien Folgende Leistungskriterien sind für eine erfolgreiche Teilnahme am Ausscheidungswettkampf für die WUAC und die Berücksichtigung im danach ergehenden Nominierungsvorschlag durch den Disziplinenchef an den adh neben den allgemeinen Nominierungskriterien des adh zu erfüllen: Recurve: 2x 36 Pfeile auf 70 Meter mit einer 122cm Auflage (sog. Olympische Runde). Mindest-Ringzahl für Frauen-Recurve: 620 Ringe Mindest-Ringzahl für Herren-Recurve: 650 Ringe Geschossen in der laufenden Saison 2004 (bis 06.06.2004) bei: - einem rekordberechtigten Turnier oder - der jeweiligen Landesmeisterschaft oder - internationalem Grand Prix oder - Ranglistenturnier des DSB (Recurve) oder - am Ausscheidungswettkampf für die WUC-Archery selbst (was das gleiche sein könnte, s.u.) Für die Teilnahme an Rekord-Turnieren bei denen eine FITA-Runde (männlich: 90m/70m/50m/30m, weiblich: 70m/60m/50m/30m) geschossen wird, gelten folgende Mindest-Ringzahlen: für Frauen-Recurve: 1250 Ringe für Herren-Recurve: 1250 Ringe Hierbei ist zu beachten, dass das Erfüllen der Leistungskriterien bei der Olympischen Runde anzustreben ist, da dies die Wettkampfbedingung bei den WUAC sein wird. Bei gleicher Leistung im Ausscheidungswettkampf hat der die besseren Chancen, der die Leistungskriterien für die Olympische Runde erfüllt hat. Compound: 2x 36 Pfeile auf 70 Meter mit einer 122cm Auflage (sog. Olympische Runde). Mindest-Ringzahl für Frauen-Recurve: 665 Ringe Mindest-Ringzahl für Herren-Recurve: 650 Ringe Geschossen in der laufenden Saison 2004 (bis 06.06.2004) bei: - einem rekordberechtigten Turnier oder - der jeweiligen Landesmeisterschaft oder - internationalem Grand Prix oder - Ranglistenturnier des DSB (Recurve) oder - am Ausscheidungswettkampf für die WUC-Archery selbst (was das gleiche sein könnte, s.u.) Für die Teilnahme an Rekord-Turnieren bei denen eine FITA-Runde (männlich: 90m/70m/50m/30m, weiblich: 70m/60m/50m/30m) geschossen wird, gelten folgende Mindest-Ringzahlen: für Frauen-Recurve: 1350 Ringe für Herren-Recurve: 1330 Ringe Hierbei ist zu beachten, dass das Erfüllen der Leistungskriterien bei der Olympischen Runde anzustreben ist, da dies die Wettkampfbedingung bei den WUAC sein wird. Bei gleicher Leistung im Ausscheidungswettkampf hat der die besseren Chancen, der die Leistungskriterien für die Olympische Runde erfüllt hat. Sonstige Kriterien: - Bereitschaft an einem Vorbereitungs-Wochenende/Tag teilzunehmen (eventuell auf eigenen Kosten) 4. Cross-Lauf 28.03.2004 in Turin/Italien - Teilnahme an den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften 2003 im Cross-Lauf am 30.11.2003 in Magdeburg oder Teilnahme über die 3000m bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften 2004 in der Hallen Leichtathletik am 14.01.2004 in Frankfurt-Kalbach - Leistungsüberprüfung beim Cross in Darmstadt und/oder IDHM Cross in Magdeburg oder Crosslauf in Tjelleburg (Holland). - Leistungsüberprüfung bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 21/22.02.2004 in Dortmund: Endlaufplatzierung über 3000m mit max. 15% Zeitrückstand oder Teilnahme und entsprechende Platzierung beim internationalen EURO-CROSS / IAAF PERMIT in Diekirch/Luxemburg am 15. Februar 2004. 5. Judo 16.-19.12.2004 in Moskau/Russland - Teilnahme und Platzierung (Platz 1-3) bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften (Einzel) am 31.01/01.02 2004 in Karlsruhe und - Platz 1 -7 beim Otto-World-Cup (Super A-Turnier) am 21./22.Februar 2004 in Hamburg oder Teilnahme an den Europameisterschaften vom 13.-16. Mai 2004 in Belgrad/Yugoslawien oder Platz 1-5 bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften am 10./11. Juli 2004 in Braunschweig 6. Karate 09.-14.07.2004 in Belgrad/Jugoslawien Folgende sportfachliche Kriterien sind zu erfüllen: - Teilnahme an der Deutschen Hochschulmeisterschaft 2003 in Kaiserslautern (Rang 1-3) - Mitgliedschaft im A-/B- oder C-Kader (Stichtag 01.01.2004) - Rang 1-8 auf den Deutschen Meisterschaften 2003 - Teilnahme an den vorbereitenden Maßnahmen (Studentischer Länderkampf in Wroclaw 2003 und Europäische Hochschulmeisterschaften 2003) - internationale Wettkampferfahrung (IDM/Dutch-Open/French-Open) - Zukunftsperspektive (Alter, Karatelaufbahn, Trainingsbereitschaft) 7. Orientierungslauf 23.-29.06.2004 in Pilsen/Tschechien Grundlegende sportfachliche Kriterien: - Teilnahme an der IDHM OL 2004 in Berlin (Ausnahmen müssen sehr gut begründete sein) - Mitglied im Kader des Fachverbands bzw. Leistungen in Kadernähe - Begründete Endkampfchance - Teamfähigkeit - dokumentiertes Wintertraining - hochrangige Einordnung der Studenten-WM in die individuelle Wettkampf-Jahresplanung - Kurze schriftliche Bewerbung bis zum 1. März 2004 (möglichst per E-mail an: nr@chemie.uni- paderborn.de) Qualifikation Hiermit wird ein Trainerentscheid über sämtliche Plätze angekündigt. Die unten aufgeführten Wettkämpfe werden als besonders gewichtige nationale Sichtungsläufe in die Entscheidung einbezogen. Selbstverständlich werden alle relevanten internationalen Ergebnisse ebenfalls in der Sichtung berücksichtigt. Dieses Verfahren soll für Damen und Herren gelten. Junioren können (wenn gewünscht) in ihren Klassen starten. Diese Vorgehensweise ist mit dem Aktivensprecher und den A/B-Trainern im Trainerrat abgestimmt. Folgende nationale