22.05.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

WUC Taekwondo: Medaille für Deutschland!

Der letzte Wettkampftag der WUC Taekwondo hatte es in sich: Lange Kämpfe und Entscheidungen in letzter Minute strapazierten die Nerven aller Beteiligten. Volker Hasse (DSHS Köln / +84kg) und Sandra Bümmerstede (Uni Bochum / +72kg) gingen an diesem Tag auf die Matte und holten sogar eine Medaille.

Am letzten Wettkampftag schlug die Stunde für Volker Hasse (DSHS Köln / +84kg) und Sandra Buemmerstede (Uni Bochum / +72kg). Für den letzten männlichen deutschen Hoffnungsträger hatte das Los den Türken Ibrahim Mercimek bestimmt. Mit starkem kämpferischen Willen versuchte Hasse das Geschehen zu dominieren, entzog sich geschickt schneller Angriffe, kassierte aber, nicht nur von zwei Punktrichtern unbemerkt, einen Paltungtreffer. Nach einer Kampfrichterbesprechung hatte man auch die übrigen Unparteiischen von der Realitaet des Treffers ueberzeugt und so endete die erste Runde mit einem nachgeschobenen 1:0 für die Türkei. Auch in der zweiten Runde war Hasse kämpferisch agierend. Er löste sich auffallend oft mit mächtigen Fauststößen aus der Nahdistanz, obwohl diese Aktionen selten punkteten, wohl aber den Gegner zermürben können. Das Gegenteil trat ein: zweimal traf der Türke die Weste des Deutschen, während sich dieser einen Minuspunkt einhandelte. Eine zweite Zusammenkunft der Kampfrichter während der Rundenpause endete mit der nachträglichen Punktvergabe. Es stand mittlerweile 3:0 für die Türkei. Nach einer turbulenten dritten Runde, auf technisch mäßigem Niveau, blieb der Entstand bei 3:0. ''Bümmerstede scheitert nur knapp vor der Silbermedaille'' Im ersten Kampf traf Sandra Bümmerstede auf die US-Amerikanerin Merissa Panzanella. Nach langer Abtastphase landete die Amerikanerin schließlich den ersten Treffer. Die zweite Runde verlief wesentlich turbulenter, jedoch beschränkten sich beide Kämpferinnen auf schnelle Spannkicks und Bümmerstede landete einen wuchtigen Paltung aus kurzer Distanz. Mit dem Stand von 1:1 suchten beide Kämpferinnen die Entscheidung in der dritten Runde. Energische Aktionen führten zum Punktegewinn auf beiden Seiten, so dass auch diese Runde mit einem Endstand von 2:2 nicht die Entscheidung brachte. Eine vierte Runde musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Bümmerstede zeigte die größere Nervenstärke und errang mit 3:2 die Bronzemedaille. ''Kampf um Silber stellt alle auf eine harte Probe'' ((<taekwondo-buemmerstede.jpg;Sandra Bümmerstede holt Bronze für Deutschland. (v.l. Alfred Wallraf, Dorit Deeken, Sandra Bümmerstede und Bundestrainer Georg Streif.)) Im Kampf um Silber gegen Spanien wurden Betreuer und Zuschauer auf eine harte Probe gestellt. Beschränkt sich die Abtastphase im Regelfall auf die erste Runde eines Kampfes so erstreckte sich diese auf volle drei Runden. Die reguläre Kampfzeit endete mit 0:0. Selbst in der nun nötigen vierten Runde blieben beide Kämpferinnen verhalten. Schließlich punktete die Spanierin mit Konterpaltung und erreichte Silber. Immerhin errang das deutsche Team im letzten Kampf durch Sandra Bümmerstede die erste Medaille. Sie ist damit die erfolgreichste adh-Athletin der letzten Jahre im Taekwondo.