((<taekwondo-s.lehmann.jpg;Pechvogel Lehmann: Eine Fehlentscheidung der Punktrichter bezahlte Lehmann mit dem Sieg!)) Über Freilos musste Sebastian Lehmann (Uni Frankfurt / -72 kg) gegen den Mexikaner Jorge Vasqez Ruiz, der zuvor Japan mit 3:0 aus dem Feld geschlagen hatte, antreten. Von der ersten Sekunde an wirkte Lehmann agiler, seine Angriffsfreude wurde auch durch äußerst geschickte Ausweichmanöver seines Kontrahenten kaum getrübt. Die erste Runde endete mit einem für Mexiko glücklichen 0:0. Auch in der zweiten Runde wollte Lehmann keine Zweifel aufkommen lassen, wer den Kampf beherrschte. Über weite Strecken bewegte sich der Mexikaner im Rückwärtsgang über das Flächenquadrat, bis dann auch der längste Rückwärtsschritt nicht mehr ausreichte, um den Reichweitenvorteil des Deutschen auszugleichen. Lehmann ging mit 1:0 durch Doppelpaltung in Führung, dessen zweite Hälfte schwer traf. Beide Kämpfer kassierten wegen Klammerns Verwarnungen. Den Sieg sicherte sich Lehmann durch eine blitzsaubere Dreifachkombination. Eine weitere Verwarnung für den Mexikaner verdichtete sich zu einem Minuspunkt. Ein klarer Punkt, verdienter Sieg für Deutschland. ''Punktrichter übersehen Punkte für Deutschen'' Der Spanier, Mari Puerta Cesar, gegen den Lehmann in der zweiten Begegnung kämpfte, benötigte die lautstarke Unterstützung der Gastgeber. Die Angrffslust des Deutschen war ungebrochen. Den meisten Atacken wusste sich der Spanier geschickt zu entziehen und wenn Lehmann traf, zeigte das Score-Board keine Veränderung. Ähnlich spielte sich die zweite Runde ab, die beide mit 0:0 endeten. In der dritten Runde musste es dann zur Entscheidung kommen: Gleich zu Beginn suchte der Deutsche diese. Mit geschickten Stepkombinationen trieb er den Spanier immer wieder in die Ecken. Dabei gelang ihm der Führungstreffer. Mit einem Paltungaustausch gelang dem Spanier jedoch der Ausgleich. Während des gesamten Kampfverlaufs bevorzugte der Spanier auffallend oft die Bodenlage, ohne dass seine zahlreichen Stürze durch Verwarnung geahndet worden wären, was Lehmann zusätzlich in Rage brachte. Seine kurze Unaufmerksamkeit führte zum Punktevorsprung für Spanien, den Lehmann aber postwendend durch eine Konteraktion wieder ausgleichen konnte. Da sich das Geschehen aber wieder einmal in der hinteren linken Ecke abspielte, übersahen die zwei Kampfrichter den Punkt. Aber gehört haben mussten sie ihn. Lehmanns massiver Ärger über diese irrversible Tatsachenentschiedung war allgemein nachvollziehbar. Wieder einmal mehr wurde ein Athlet durch eine nicht nachvollziehbare Kampfrichterentscheidung um seine Siegchance gebracht. Mit der Einfürung der Elektronikweste in absehbarer Zeit dürfte sich dieses Problem erledigen.