15.05.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

WUC Taekwondo in Spanien ohne Europas Elite

Vom 16. bis 20. Mai 2006 finden in Valencia (Spanien) die WUC Taekwondo statt. Das deutsche Team tritt mit Nachwuchsathletinnen und -athleten an. Europas Top-Athleten bleiben diesen Wettkämpfen fern und erhöhen damit die Außenseiterchancen.

''Vom 16. bis 20. Mai 2006 finden in Valencia (Spanien) die Studierenden Weltmeisterschaften (WUC) im Taekwondo statt. Das elfköpfige deutsche Team tritt in diesem Jahr mit Nachwuchsathletinnen und -athleten an, die die Chance haben, sich mit Olympiasieger und Weltmeister zu messen. Europas Top-Athleten bleiben diesen Wettkämpfen fern und erhöhen damit die Außenseiterchancen.'' ((<Taekwondo.jpg;Neue Perspektiven für den Nachwuchs!)) Sechs Aktive nominierte der adh für diese internationalen Wettkämpfe, die auf einem hohen Leistungsniveau – ähnlich dem einer Europameisterschaft – ausgetragen werden. Den meisten fehle zwar die Erfahrung auf Weltebene im Studierendenbereich, erklärt Bundestrainer Georg Streif, jedoch seien Sie schon bei anderen internationalen Turnieren im Einsatz gewesen und haben sich auch schon bei den Kaderlehrgängen der Deutschen Taekwondo Union (DTU) mit hochkarätigen Medaillengewinnerinnen und -gewinner messen können. Außerdem sei der Einsatzwille bei den Nachwuchsathleten besonders groß. „Das Team ist sehr motiviert und gut vorbereitet. Das wird uns in Valencia zu Gute kommen“, hofft Streif. ''TOP-Athleten bleiben zu Hause'' Da die Weltmeisterschaft der Studierenden und die eine Woche danach stattfindende Europameisterschaft im Taekwondo auf Kollisionskurs sind, muss das deutsche Team auf Medaillenhoffnungen wie beispielsweise den Studentenweltmeister von 2004, Erdal Aylanc (FH Bochum) und den Universiade-Zweiten, Jannis Dakos (DSHS Köln), verzichten. „Die Verletzungsgefahr wäre für diese zu groß, so dass wir uns bei der Zusammenstellung des Teams stärker auf Nachwuchsathletinnen und -athleten konzentriert haben“, erklärt adh-Disziplinchef Alfred Wallraf. Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeige, dass auch andere europäische Nationen nicht mit ihren Besten antreten. „Damit bleibt die europäische Konkurrenz überschaubar und wir können uns auf die Top-Sportlerinnen und -sportler aus den starken Taekwondo-Nationen wie Südkorea, China, Russland, Iran und USA konzentrieren“, erklärt Wallraf weiter. Für den Kölner Volker Hasse (+84 kg / DSHS Köln) ist diese WUC eine willkommene Herausforderung. Schon im vergangenen Jahr hatte Hasse sein Debüt bei der Universiade in Izmir. „Diesmal möchte er auf das Treppchen“, weiß Streif über seinen Schützling zu berichten. „Mit ein wenig Losglück treffen unsere jungen Kämpfer nicht gleich in der Vorrunde auf die Spitzenathleten, sondern erst im Finale“, hofft Disziplinchef Wallraf.