Auch am Wochenende kämpften die Athletinnen und Athleten aus über 50 Nationen um die Titel der Studierenden Weltmeisterschaft im Taekwondo. In Valencia (Spanien) ging Sandra Podlech ( Uni Magdeburg / -67kg) und Robin Betz (DSHS Köln / -78kg) am dritten Tag auf die Matte. Mit ihrem Führungstreffer in der ersten Runde gegen die türkische Gegnerin in der Klasse „Bantam und Super Light“ verriet Sandra Podlech, wie sie den weiteren Kampfverlauf gestalten wollte. Mit ihrem Ausgleichstreffer störte die Türkin nur kurz das Offensivkonzept der Deutschen. In der zweiten Runde verblasste das anfänglich agile Auftreten: mit tiefen und kraftlosen Tritten erreichten beide Kämpferinnen keinen Punktezuwachs. Ein kurzer Paltungaustausch brachte dann in der letzten runde einen Punkt für Podlech, die wenig später eine Verwarnung wegen Drückens erhielt. Eine offensichtlich störanfällige Software, der Bewertungselektronik führte zu einer Zwangspause von circa zwei Minuten. Nach erneutem Start nutzte Podlech die Restzeit von 52 Sekunden, um mit einem zielsicheren Kopftreffer und einen weiteren Konterpaltung den Punktestand auf fünf zu eins auszubauen. Eine zweite Verwarnung kostete Podlech einen Punkt, den sie aber durch ihren Punktevorsprung leicht verschmerzen konnte. Der Kampf endete ebenso deutlich wie verdient mit 4:1. ''Erfolgsserie bleibt aus'' Wer auf eine Erfolgsserie von Sandra Podlech hoffte, war bereits bei Kampfbeginn enttäuscht. Die auftrumpfende spanische Kontrahentin punktete zweimal durch Paltung und Spannkicks in der ersten Runde, denen Podlech nichts entgegenzusetzen hatte. In der zweiten Runde zeigten sich bei beiden Kämpferinnen das eingeschränkte technische Repertoire sowie erste Konditionsschwächen. Die Spanierin erhielt eine Verwarnung wegen Schiebens. In Runde drei konnte Podlech durch Konterpalung auf 3:1 verkürzen und nachdem sich Podlechs Kontrahentin eine weitere Verwarnung und somit einen Minuspunkt einhandelte, keimte erneut Hoffnung bei den Deutschen auf. Doch die Spanierin mobilisierte letzte Kraftreserven, landete einen letzten Spannkick auf Podlechs Weste und schlug die Deutsche damit aus dem Turnier. ((taekwondo_WUCteam2006.jpg;Die deutsche Delegation: Nachwuchsathletinnen und -athleten sammeln internationale Erfahrungen)) ''Betz kontert Russe aus dem Wettkampf '' Glänzend eingestellt und hoch motiviert begann Robin Betz (DSHS Köln / -78 kg) den Kampf gegen den Russen Sergey Andreev. Aus kurzer Distanz punktete er mit direktem Paltung und einen dwit-chaggi, der den Russen zu Boden schickte. Endstand nach der ersten Runde: 2:0 für den Kölner Studenten. Die zweite Runde entpuppte sich als unspektakulär und Betz rettete seinen Vorsprung in die dritte Runde. Hier konnte der Russe durch Spannkick auf 1:2 verkürzen. Rasch ausgetauschte Treffer brachten beiden Athleten einen Zusatzpunkt, so dass Robin Betz sich mit 4:2 für das Achtelfinale qualifizierte. ''Achtelfinale wird zum Verhängnis'' Zwar war Betz im Achtelfinale bereits eingesprungen und platzierte auch seine Paltungen zielgenauer, konnte jedoch keine Punkte erzielen, da diese keine Bewertung bei den Kampfrichtern fand. Die erste Runde gegen den Brasilianer Carlos Rosalio endet mit 0:0. Im Verlauf der zweiten Runde zeigte sich das ausgeglichene Potential beider Kämpfer. Man schenkte sich nichts und das Punktekonto blieb unverändert. Die dritte Runde brachte dann die Entscheidung zu Gunsten des Brasilianers. „Gegen den war er leider nicht agil genug und für seine Konteraktionen etwas zu langsam”, erklärte Bundestrainer Streif die Leistung von Betz. So verlor er mit 1:4.