27.08.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

WUC Squash für das deutsche Team beendet

Im Kreis der letzten 16 dieses hochkarätig besetzten Turniers endete die WUC 2008 Squash in Kairo für Kathrin Rohrmüller und Markus Schwarz. Kathrin traf in der Runde unglücklicherweise sehr früh auf die spätere Halbfinalistin Alana Miller, gegen die sie knapp verlor.

Nach diesem frühen Dämpfer kämpfte sich Kathrin Rohrmüller Spiel für Spiel mehr in das Turnier zurück und belegte den, für die Vizeweltmeisterin von 2006 etwas enttäuschenden 13. Platz. Dennoch sei dies unter Berücksichtigung der Auslosung und des mit Top-Weltranglistenspielerinnen gespickten Feld ein sehr gutes Ergebnis, so der Bundestrainer. Ebenfalls vielen Weltranglistenspielern sah sich der Neuling auf internationalem Parkett, Markus Schwarz nach seinem Einzug ins Achtelfinale gegenüber. Hier traf er Anfangs auf übermächtige Gegner und hatte zusätzlich mit seiner Nervosität etwas zu kämpfen. Bei fortschreitendem Turnierverlauf, legte er aber auch diese Stück für Stück ab und fand immer mehr ins Turnier. Er zeigte größten Einsatz, ging motiviert in die Ballwechsel, scheute auch keine kräftezehrenden Ralleys, und erkämpfte sich somit auch Sätze gegen internationale Größen. Leider gelang ihm der 'mehr als verdiente Sieg' nicht, wie es sein Schiedsrichter nach dem letzten Spiel kommentierte. Somit schloß er den 'Höhepunkt seiner sportlichen Karriere' als bester deutscher, männlicher Student mit Rang 16 ab. Zwei Plätze hinter ihm, auf Rang 18 kam Markus Voit. Trotzdem, dass er wie Moritz Dahmen seit Turnierbeginn unter Magenproblemen leidet, lieferte er ein sehr gutes Turnier ab, in dem er sich mehr und mehr steigern konnte. Er gab niemals ein Spiel auf und konnte so auch noch beinahe verlorene Spiele mit 0:2 Rückstand, wie z.B. gegen den Tschechen Ertl, herumreißen und 3:2 gewinnen. Einzig am heutigen, letzten Tag musste er sich im Platzierungsspiel um Platz 17 kampflos ergeben, da sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Genauso erging es Moritz Dahmen. Sein gesamter Turnierverlauf war gezeichnet von der körperlichen Schwächung. Im heutigen letzten Spiel um Platz 25 konnte er gar nicht mehr antreten. Die Spieler versuchen nun sich zu erholen und sich auf den Mannschaftswettbewerb vorzubereiten. Der Turnierarzt ist ebenfalls zuversichtlich, dass die Spieler zum Mannschaftswettbewerb wieder fit sein dürften. Der Disziplinchef zeigte sich entsprechend dem Gesundheitszustand und der Auslosung zufrieden mit seinen Spielern und ergänzte: „Jetzt gilt es das Einzel abzuhaken und sich auf das Teamevent zu konzentrieren. Die Spieler wissen um die Verantwortung gegenüber Deutschland und dem adh und werden ihr Bestes geben.“ Da sich nur noch die aller besten Teams in dem Teamwettkampf stellen, wurde Deutschland von der FISU auf 8 von 11 gesetzt. Somit befindet sich die Mannschaft zusammen mit dem Titelfavoriten Ägypten und mit Australien in einer Gruppe. „Das Spiel morgen gegen Australien wird unser ‚Endspiel’, wenn wir das Gewinnen, haben wir Chancen auf einen Platz fünf oder sechs“, so schätzte der Bundestrainer Oliver Pettke die Chancen der deutschen Mannschaft ein.