12.06.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

WUC Reiten: Deutschland nach der Schweiz zweitstärkste Reitnation

Mit drei Vize-Weltmeistertiteln kehrt die deutsche Studierenden-Nationalmannschaft Reiten vom Champoinat in La Rochelle (FRA) zurück. Als Teamgewann sie jeweils Silber im Springen und in der Kombinationswertung. Phillip Kloth sicherte sich zusätzlich die Einzelsilbermedaille in der Dressur.

Die beiden stärksten Nationen der Studierenden-Weltmeisterschaften im Reiten in La Rochelle (FRA) stellten im Finale des Dressurwettbewerbs auch die teilnehmenden Reiter. Die Eidgenossen wurden durch Annik Reiner vertreten und Phillip Kloth ging für Deutschland an den Start. Zuvor hatten sich die Finalisten auf ihren zugelosten Pferden jeweils gegen Japan und Großbritannien durchgesetzt. ((<wucreiten14.jpg;Bester deutscher Dressurreiter: Phillip Kloth))Im Aufeinandertreffen der Unterlegenen konnte der Japaner die Richter von seinen reiterlichen Fähigkeiten im Dressurviereck überzeugen und setzte sich gegen seine Kontrahentin aus Großbritannien durch. Die Bronzemedaille sicherte sich Tokihara. Reiner und Kloth waren im Finale gefordert, zunächst eine festgelegte Anzahl von Pflichtlektionen zu absolvieren und anschließend in einem frei zu gestaltenden Ritt den Sieger zu ermitteln. Angefeuert von den mitgereisten Fans führte das Aufeinandertreffen der beiden besten Dressurreiter zu einem hochklassigen Final, in dem am Ende die Schweizerin die Nase vorn hatte. Aufgrund einer nicht regelkonformen Kür wurde Kloth trotz einer starken Leistung nachträglich disqualifiziert, so dass auch ein grober Patzer seiner Gegnerin nichts mehr an der insgesamt dritten und vierten Goldmedaille für die Eidgenossen ändern konnte. Gleichzeitig mit dem Einzeltitel sicherte Reiner auch den Kombinationssieg mit der Mannschaft für ihre Equipe. Entsprechend tief saß der Schock über die Entscheidung der Juri bei Phillip Kloth, dem Disziplinchef Friedrich Steisslinger und den deutschen Anhängern. Angesichts der Vorschriften des Reglements der Weltmeisterschaften muss die Disqualifikation allerdings als berechtigt eingeschätzt werden. Dieses Finalergebnis hatte für die Mannschaftswertung zur Folge, dass die Schweiz nach den Mannschaftstiteln in der Dressur und im Springen auch die kombinierte Wertung souverän gewann. Deutschland sicherte sich mit dem zweiten Mannschaftsvizetitel Silber und zollte den Reiterinnen aus dem Nachbarland höchsten Respekt. ((<wucreiten13.jpg;Drei Mal Vize-Weltmeister: Die deutsche Reiterequipe mit Sieglind Graff, Phillip Kloth, Miriam Ratzke und THomas Beermann))Mit drei Silbermedaillen und dem zweitbesten Mannschaftsergebnis reist die deutsche Reiterequipe in die Heimat zurück. Das sachkundige Publikum, die deutschen Schlachtenbummler und die Mannschaft können mit den gezeigten Leistungen und dem Gesamtabschneiden zufrieden sein, auch wenn sich der Wunsch nach Einzelgold aufgrund eines selbstverschuldeten Nachteils nicht erfüllen ließ.