Der dritte Tag des Championats zu den Studierenden-Weltmeisterschaften im Reiten stand ganz im Zeichen der Zwischenrunden zum Einzug in die Dressur- und Springfinals. ((<wucreiten17.jpg;Sieglind Graff))Als beste deutsche Springreiterin setzte Sieglind Graff den Wettkampf in der dritten Runde fort. Gegen ihre Konkurrenten aus Kroatien und der Schweiz musste sie volles Risiko gehen, um eine reelle Chance auf das Weiterkommen zu haben. Dieses Risiko wurde nicht belohnt, so dass sie mit zwei Abwürfen keine weitere Möglichkeit bekam, zum Gesamtergebnis der deutschen Equipe beizutragen. Im Viertelfinale des Dressurwettbewerbs gingen Miriam Ratzke und Phillip Kloth für Deutschland an den Start. Beide Reiter knüpften nahtlos an die an den Vortagen gezeigten Leistungen an und zeigten fast fehlerlose Prüfungen. Während sich Phillip Kloth erneut mit der Tagesbestleistung gegen Belgien und die Schweiz für das Halbfinale qualifizieren konnte, fiel Miriam Ratzke gegen eine Britin und einen Österreicher bereits zum zweiten Mal dem neuen Reglement zum Opfer. ((<wucreiten15.jpg;Miriam Ratzke)) Tags zuvor war sie trotz eines Null-Fehler-Ritts aus dem Springwettbewerb ausgeschieden und in der Dressur erwischte sie so starke Konkurrenz, dass die absolut gesehen viertbeste Prüfung nicht für den Einzug in das Halbfinale reichte. Für die Reservereiter und Offiziellen mit ausreichenden reiterlichen Fähigkeiten fand am frühen Abend im Rahmenprogramm das traditionelle Freundschaftsspringturnier als Ausscheidungsrennen auf einem Spiegelparcours statt. Thomas Beermann und Sebastian Haag traten an, um den Titel der ‚Consolation Show-Jumping Trophy’ nach Deutschland zu holen. Am Ende konnte sich Haag bis ins Finale vorarbeiten und traf dort auf eine starke Reiterin aus Irland. Im Letzten Rennen musste Haag - ganz nach Gentleman-Art - der Irin den Vortritt lassen und sicherte Deutschland den zweiten Platz, den die Equipe bis dato gepachtet zu haben scheint. Das deutsche Team ist also weiter auf Kurs und hat bei einem positiven Ausgang des Dressurwettbewerbs für Kloth nicht nur weiterhin die Möglichkeit, einen Einzeltitel zu holen, sondern auch eine weitere Mannschaftsmedaille in der kombinierten Wertung zu erwarten.