Nach sieben Weltmeisterschaften auf europäischen Terrain fand die achte WUC Badminton erstmals in Asien statt. 122 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 18 Nationen nahmen an der Meisterschaft vom 09. bis 12. Dezember 2004 teil – darunter auch die großen Badminton-Länder wie Korea, Japan, China, Taipeh. Die deutsche Delegation, bestehend aus den SpielerInnen Katharina Bobeth, Aileen Rößler, Michael Fuchs, Kristof Hopp, Conrad Hückstädt und Andreas Wölk sowie adh-Generalsekretär Olaf Tabor, Harald Schallenberg als Schiedsrichter und Disziplinchef Bastian Kruse machten sich am 06. Dezember 2004 auf den Weg nach Thailand. Am Morgen des 09. Dezember 2004 starteten die Wettkämpfe um die Titel der Studierendenweltmeister in fünf Disziplinen des Badminton: Damen- und Herren-Einzel, Damen- und Herren-Doppel sowie Mixed-Doppel. Achtzehn Nationen von vier Kontinenten haben Athletinnen und Athleten zu den Titelkämpfen entsandt, so dass die diesjährige Konkurrenz die höchste Leistungsdichte der bisherigen Studierenden-WM-Turniere aufweisen dürfte. Von den 68 Teilnehmer und den 54 Teilnehmerinnen waren jeweils acht AthletInnen in der Weltrangliste des Badminton vertreten. So genügte das Teilnehmerfeld nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ höchsten Ansprüchen. Prominentester Teilnehmer war der Olympia-Vierte von Athen Boonsak Polsana aus Thailand, der gleichzeitig heißester Kandidat auf den WM-Titel war. Insbesondere die Teilnahme von Teams aus Korea und Indonesien als Badminton-Hochburgen, die erstmals an dieser Weltmeisterschaft teilnahmen, haben zur qualitativen Aufwertung der Veranstaltung geführt. Von den großen Nationen dieses Sports fehlten nur noch Malaysia, Dänemark, Schweden und Holland. Die deutschen Spielerinnen und Spieler konnten zunächst mit Siegen und guten Ergebnisse im Einzel in das Event starten: ''Herren-Einzel'' 1.Runde: Woelk, Andreas – Hugo Herbert (CAN) 15:2, 15:4 Fuchs, Michael – Villeneuve, Martin (CAN) 15:3, 15:3 Hückstädt, Conrad (Freilos, da Setzplatz 6) 2. Runde: Woelk, Andreas – Luiyanage, Thanuja (SRI) 15:7, 15:1 Fuchs, Michael – Tho, Gary (AUS) 15:10, 15:10 Hückstädt, Conrad – Jung, Hoon Min (KOR) 8:15, 16:17 ''Damen-Einzel'' 1. Runde: Bobeth, Katharina – Goto, Mai (JPN) 4:11, 4:11 ''Herren-Doppel'' 1. Runde: Hopp / Fuchs – Quach / Bourret (CAN) 15:9, 15:7 Hückstädt / Wölk – Sarwar / Waseem (PAK) 15:1, 15:1 ''Damen-Doppel'' Rößler / Bobeth – English / Heesterbeek (RSA) 17:14, 15:8 ''Mixel-Doppel'' 1. Runde: Fuchs / Bobeth – Quach / Tremblay (CAN) 15:4, 15:3 Hopp / Rößler – (Freilos, da Setzplatz 5) 2. Runde: Fuchs / Bobeth – Hirata / Tai (JPN) 8:15, 14:17 Hopp / Rößler – Saengsila / Jankrajangwong (THA) 14:17, 15:9, 8:15 ((<badminton_team_thai.jpg;Das deutsche Team konnte sich nicht gegen die asiatischen TeilnehmerInnen durchsetzen;))Am zweiten Wettkampftag standen die Achtel- und Viertelfinalspiele an. Bis auf das Herren-Einzel von Andy Wölk warteten ausschließlich asiatische Gegner auf die deutschen Spieler. Aus deutscher Sicht war das Einzel von Andy Wölk der Höhepunkt des Tages. Es war ein langes Dreisatzspiel zweier ähnlicher Spielertypen, das jedoch zu Gunsten des Engländers Nathan Rice ausging. Hart umkämpfte Spiele waren das Herrendoppel Hopp/Fuchs, die im ersten Satz auf sehr hohem Niveau spielten, aber im zweiten Satz das Spieltempo der Taiwanesen nur noch phasenweise mithalten konnten und das Damendoppel Rößler/Bobeth, die mit den Japanerinnen gut mithalten bzw. die Ballwechsel dominieren konnten, aber die Sätze durch Konzentrationslöcher, die jeweils 5-6 Punkte je Satz kosteten, verloren. Keine Chance gegen ihre asiatischen Gegner hatten hingegen Michael Fuchs im Herreneinzel und Hückstädt/Wölk im Herrendoppel. Somit ist nach den Achtelfinalspielen das Turnier aus sportlicher Sicht für das deutsche Team gelaufen gewesen. Die Ergebnisse lauten wie folgt: ''Herren-Einzel'' Achtelfinale: Woelk, Andreas – Rice, Nathan (GBR) 15:13, 2:15, 11:15 Fuchs, Michael – Liao, Sheng-Shiun (TPE) 6:15, 3:15 ''Herren-Doppel'' Achtelfinale: Hopp / Fuchs – Chen / Tsai (TPE) 13:15, 3:15 Hückstädt / Wölk – Saengsila / Phisetsarasai (THA) 0:15, 5:15 ''Damen-Doppel'' Achtelfinale: Rößler / Bobeth – Hattori / Tai (JPN) 8:15, 9:15 Am dritten Wettkampftag wurden die Halbfinalspiele ausgetragen. Einzig verbliebene europäische Spieler im Turnier waren Logosz/Kostiuczyk (POL), die in der Disziplin Mixed-Doppel der asiatischen Konkurrenz Paroli bieten konnten. Doch auch sie konnten sich gegen die fernöstliche Übermacht nicht durchsetzen und unterlagen den Lokalmatadoren Prapakamol/Voravichitchaikul (THA) klar in zwei Sätzen. In den übrigen Semifinals stellte Thailand sechs, China und Taiwan je vier sowie Korea und Japan je zwei Teilnehmer. Im Mixed gewann Thailand vor Taipeh und Korea und Polen. Das Frauen-Einzel konnte Taipeh für sich verbuchen. Silber ging an Thailand, Bronze an China und Thailand. Das Herren-Einzel gewann Chna vor Thailand (Silber und Bronze)und Taipeh. Die Goldmedaille im Damen-Doppel ging an China, Silber blieb im eigenen Land und Bronze ging an Taipeh sowie Thailand. Bei den Herren sieht die Medaillenverteilung folgendermaßen aus: Thailand, Silber China und Bronze zweimal an Japan.