05.07.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

WUBC: Ein verregneter Freitag Nachmittag

Ein spannendes Spiel jagte das andere, denn am Freitagnachmittag mussten sich die ersten Teams von der WUBC verabschieden. Das bedeutet noch mal alles geben, um sich im Turnier zu halten! So durchwachsen wie das Wetter waren dabei die Leistungen des deutschen Teams.

Ein spannendes Spiel jagte das andere, denn heute mussten sich die ersten Teams von der WUBC verabschieden. Das bedeutet noch mal alles geben, um sich im Turnier zu halten! Ganz deutlich bekamen am Freitagnachmittag die Chinesen Pan und Zhang den Kampfgeist des US Teams I, Budinger/Coe, zu spüren bekommen. Erst nach drei Sätzen, zwei in der Verlängerung, stand fest, dass sie im Looser Bracket weiter im Turnier spielen. Am Ende hieß es 27:25; 19:21 und 17:15 für das amerikanische Team, das nun im Viertelfinale auf seine Landsmänner Van Zwieten/Dykstra trifft. „Das ist zwar ärgerlich, aber passiert“, kommentierte Van Zwieten das Aufeinandertreffen der beiden US Teams. Van Zwieten und Dykstra setzte sich auf dem Center Court parallel ebenfalls in drei Sätzen (21:18; 14:21; 15:12) gegen das Team Deutschland II, Dollinger/Lüdike, durch. Durch ein starkes Aufschlagspiel von Sebastian Dollinger konnte das deutsche Team nach einem verlorenen ersten Satz zwar den zweiten Satz holen, am Ende reichte es jedoch nicht mehr für einen Sieg. Auch in ihrem nächsten Spiel gingen Dollinger/Lüdike über drei Sätze und mussten sich im letzten Satz 13:15 den Spaniern Garcia und Marco-Arroyo geschlagen geben (21:19; 18:21; 13:15). Mit einem 9. Platz verabschiedeten sich die Kieler Studenten damit aus dem Turnier. ((<wubc_20080705.jpg))Für eine kleine Überraschung sorgte das Team Deutschland I, Götz/Böckermann. Sie trafen nach einem Sieg gegen die Tschechen Tichy/Weiss auf die starken und zuvor gegen die Amerikaner ausgeschiedenen Chinesen Pan/Zhang. Beim Spielstand von 11:16 im zweiten Satz legten Markus Böckermann und Tom Götz mit fünf aufeinander folgenden Punkten den Grundstein für den darauf folgenden Sieg in zwei Sätzen (21:19; 21:19). Nun treffen sie auf das Team Spanien I, Garcia/Marco Arroya. So durchwachsen wie das Wetter war auch die Leistung des deutschen Damen Teams I, Flemig/Hüttermann. Vor dem Beginn der Studierenden-Weltmeisterschaft wurden die Aachenerinnen zum Favoritenkreis gezählt. 2007 gewannen sie die Goldmedaille bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften in Valencia und spielen derzeit erfolgreich auf der smart beach tour. Heute erwischten sie einen rabenschwarzen Tag. Am Vormittag unterlagen sie dem Team Estland I, Bratuhhina/Puri, und am Nachmittag Brasilien II, Nascimento/Souza, mit 0:2 Sätzen (20:22; 17:21). Bundesnachwuchstrainer Jörg Ahmann kann sich diesen Leistungseinbruch nur durch die leichte Unterarmverletzung von Ruth Flemig, mit der sie ins Turnier gestartet war, erklären. „Durch den Regen ist der Ball immer schwerer geworden. Zum Schluss fehlte die Kraft im Arm und die Schmerzen wurden stärker“, kommentierte Jörg Ahmann das Ausscheiden seiner Schützlinge. Durch die Niederlage ist das Team bei der WUBC 2008 ausgeschieden und belegt den 13. Platz im Gesamtklassement. Die Enttäuschung stand den beiden deutschen Spielerinnen ins Gesicht geschrieben. Pure Freude herrschte dagegen beim brasilianischen Team II, Nascimento/Souza. „Wir sind überglücklich, dass wir eine Runde weiter sind und nun im Viertelfinale der Weltmeisterschaft stehen“, gab eine freudestrahlende Elen Souza zu. ((>wubc_20080705_2.jpg))Im Viertelfinale steht auch das deutsche Team II, Fischer/Großner, das mit einer überragenden Leistung das Team China II, Liu/Wang, mit 2:1 Sätzen (17:21; 21:15; 15:12) schlug. Den ersten Satz hatten die deutschen Spielerinnen noch verloren aber wurden dann von Minute zu Minute besser. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung, zumal die Spielerinnen aus China bis jetzt ein sehr gutes Turnier gespielt hatten“, analysierte Julia Großner den Ausgang des Spiels. Im Viertelfinale treffen sie am Samstagvormittag auf das tschechische Team I, Goliasova/Weissova. „Das ist ein schweres Los, gegen die Tschechinnen habe ich bei der letzten U23 EM auf Zypern gespielt und nur knapp gewonnen“, sagte Frederike Fischer voller Respekt.