03.12.2007 | Kategorie: Archiv , 2007 ,

Von Rumba cubana über Son zu Salsa Cubana...

Der Hochschulsport Greifswald war gemeinsam mit dem Ballhaus Goldfisch vom 16. bis 18. November 2007 Gastgeber des adh- Seminars „Salsa Cubana“.

Vom 16. bis 18. November 2007 ließen sich 24 Teilnehmende beim adh-Seminar „Salsa Cubana“ an der Universität Greifswald in die Grundzüge einer mit afrikanischen Wurzeln versehenen Tanzform einführen. Dabei betonte die Dozentin Teresa Hejlik, dass Salsa Cubana nicht im Abtanzen einzelner Figuren – mögen Sie auch noch so spektakulär sein – besteht. Ihrer Auffassung nach liegt der Reiz im gemeinsamen Miteinander der beiden Tanzpartner. Diese bedingt gegenseitigen Respekt, der sich in der Führungsarbeit des Herrn genauso äußert wie darin, dass die Dame sich führen lässt. Weiterhin wurde vermittelt, dass man nie müde werden darf, elegant zu tanzen und auch die Eleganz zu vermitteln. Eleganz äußert sich in fließenden Bewegungen, kleinen Schritten und sauberer Körperhaltung. Insgesamt lag der Schwerpunkt des Workshops nicht auf der Vermittlung von Tanzschritten, sondern darin, den Teilnehmenden einzelne Bewegungselemente beizubringen, die wiederum in verschiedenen Figuren Anwendung finden können. Ihren Ursprung haben diese Elemente in den folkloristischen Tänzen der afro-karibischen bzw. afro-kubanischen Yoruba-Religion. Dort werden bestimmte Geister und Götter tänzerisch mit ihren spezifischen Eigenschaften dargestellt. Alle diese Bewegungselemente wurden erst in ältere Tänze (z.B. Son, Rumba) integriert, welche dann wiederum wesentlich die Salsa Cubana beeinflussten. Innerhalb des Workshops wurde diese Entwicklung nachvollzogen und zunächst Rumba cubana, dann Son und letztlich Salsa getanzt. Durch die regelmäßige Erwärmung zu Beginn jeder Kurseinheit, zeigte die Dozentin auf, wie man in eigenen Kursen diese Bewegungselemente langsam einführen kann. Damit gab sie den Übungsleitenden praktisches „Handwerkszeug“ für die tägliche Kursarbeit mit auf den Weg. Im letzten Teil des Workshops wurden Figuren gezeigt, in die die bis dahin erlernten Bewegungselemente einflossen. Das Ballhaus Goldfisch, welches mit seinen Räumlichkeiten und Dozierenden für die professionelle Durchführung des Seminars sorgte, lud an beiden Abenden zu offenen Veranstaltungen ein, bei welchen die Nimmermüden zusätzlich das Tanzbein schwingen konnten. Außerdem ermöglichte die Universität Greifswald den Teilnehmenden eine Rektorats- und Karzerführung. Trotz unterschiedlicher technischer Vorraussetzungen und Erwartungen der Teilnehmenden im Vorfeld konnten sich diese am Sonntag nach einem intensiven „Salsa“-Wochenende in Greifswald zufrieden auf den Heimweg machen.