Das deutsche Team musste im dritten Gruppenspiel gegen den amtierenden Universiadegewinner von 2003 antreten. Die Anfangsformation war identisch mit dem letzten Gruppenspiel gegen Zypern: Thomas Welz als Zuspieler, Patrick Schwaack und Christoph Eichbaum in der Annahme, Christian Nowak und Urs Günthör im Block sowie Björn Matthes auf der Diagonalposition und Matthias Kolley als Libero, den es als ersten im Team von der im Athletendorf grassierenden Magen-Darm-Erkrankung erwischt hatte. Wie in den beiden bisherigen Spielen kam die Mannschaft schwer ins Spiel musste über 4:8 und 7:14 einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Die Aufschlag-Fehlquote im deutschen Team war bedauerlich hoch, das koreanische Team hatte dagegen ihren ersten Fehlaufschlag erst beim 15. Punkt. Die konsequente Strategie, den Gegner durch kurze Flatteraufschläge im Spielaufbau zu stören, brachte den erhofften Erfolg. Das Team von Trainer Matthias Münz konnte von 13:18 auf 21:23 verkürzen. Dies lag vor allem an der von den Koreaner praktizierten Aufstellung bei Zuspieler I, den Mittelblocker auf die II zu positionieren. Hinzu kam, dass beim Stand von 13:18 Torben Tidick auf der Zuspielposition eingewechselt wurde und wenig später Christoph Helbig auf der Diagonalposition Björn Matthes ersetzte. Dennoch reichte es für das deutsche Team nicht mehr zum Satzerfolg, da auch die Doppelblockbildung außen nur ungenügend gelang. Der zweite Durchgang konnte aufgrund eines Ausfalles der Hallenbeleuchtung in der nagelneuen Sporthalle von Gaziemir nur nach 12-minütiger Verspätung beginnen. Beim Stand von 2:4 kam Nils Lieber für Christoph Eichbaum ins Spiel, aber auch in diesem Durchgang tat man sich gegen den Block der Koreaner schwer und geriet wieder mit 4:8 ins Hintertreffen. Bei diesem Spielstand kam es zu einem erneuten Lichtausfall von 10-Minuten. Da die Netz- und Feldabwehr der Koreaner doch sehr zu gefallen wusste, taten sich die deutschen Spieler insbesondere bei hohen Bällen zunehmend schwerer, den Ball im gegnerischen Feld zu platzieren. Auch weitere Wechsel von Toralf Zumach in der Mitte für Urs Günthör und ein erneuter Zuspielerwechsel konnte den zweiten Satzverlust (14:25) nicht verhindern. Der gesamte dritte Durchgang verlief völlig gleichwertig und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Mit Ausnahme von Toralf Zumach in der Mittelblockerposition startete man mit der gleichen Aufstellung wie zu Beginn der Partie. Das deutsche Team zeigte sich verstärkt von seiner kämpferischen Moral und lediglich in der Mitte des dritten Satzes musste das Team vier Punkte in Folge einstecken und es konnte den Satzausgang bis zum 21:23 offen halten. In dieser Phase konnte Thomas Welz mehrfach geschickt Björn Matthes auf der Position II mit schnellen Pässen wirkungsvoll einsetzen. Dennoch reichte es letztlich nicht mehr für den Satzgewinn (22:25). Somit vergab das Team vor rund 700 Zuschauern bereits frühzeitig, die Chance Gruppenzweiter zu werden. „Die Koreaner waren uns in allen Belangen – physisch, technisch und mental überlegen, der Sieg geht völlig verdient an sie. Jetzt heißt es wenigstens Platz 4 in der Gruppe zu erreichen!“, fiel das Resümee von Headcoach Matze Münz aus. Das deutsche Aufgebot im Einzelnen: Zuspiel: Torben Tidick (Moerser SC), Thomas Welz (TV Rottenburg) Block: Urs Günthör (California Baptist University, Los Angeles), Christian Nowak (SG Eltmann), Toralf Zumach (SV Lohhof) Annahme: Nils Lieber (Moerser SC), Patrick Schwaack (TSV Unterhaching), Björn Matthes (TSV Unterhaching), Christoph Eichbaum (Gfcoa Ajaccio), Alexander Mimouh (Moerser SC) Diagonal: Christoph Helbig (VV Leipzig) Libero: Matthias Kolley (TSV Unterhaching) Cheftrainer Matthias Münz, Co-Trainer Mike Dochow, Physiotherapeut Hannspeter Meier, Teamarzt Dr.Timo Hinrichs, Teammanager Dr. Christian Kröger