17.08.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Volleyball: 3:1 Sieg gegen Libanon

Die deutsche Studierenden-Nationalmannschaft Volleyball trat heute im Platzierungsspiel gegen den Libanon an. Nachdem der erste Satz an die libanesischen Volleyballer ging, konnten sich die Deutschen in den weiteren Sätzen durch Kampfgeist behaupten.

Nach einem spielfreien Tag traf die deutsche Mannschaft im ersten von insgesamt drei Platzierungsspielen auf das Team aus Libanon. Die deutsche Anfangsformation bestand aus: Torben Tidick als Zuspieler, Patrick Schwaack und Nils Lieber in der Annahme, Urs Günthör und Toralf Zumach im Block, Christoph Helbig auf der Diagonalposition sowie Matthias Kolley als Libero. Im ersten Satz begann das Team zwar selbstbewusst und konnte über 4:2, 7:3 zunächst die Führung behaupten, brachte aber danach das Gegnerteam durch eine hohe Eigenfehlerquote in nahezu allen Mannschaftsspielen ins Spiel. Auch der Wechsel mit Tom Welz und Björn Matthes auf der Zuspiel- und Diagonalposition wirkte sich nicht aus. Nach dem Ausgleich sorgte eine Negativserie von sechs Punkten in Folge für eine vorzeitige Entscheidung des ersten Satzes (17:25). Im zweiten Satz fing das deutsche Team mit Christoph Eichbaum und Alexander Mimouh auf den Außenpositionen an, die auch bis zum Schluss der Begegnung nicht mehr ausgewechselt wurden. Das deutsche Team fand nach wie vor nicht zu ihrem Spiel und musste ständig einem Rückstand hinterherlaufen (0:3, 5:7, 9:15, 10:16, 18:21). Nils Lieber wurde in der Mitte des zweiten Satzes auf die Diagonalposition eingewechselt und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Christian Nowak entschied sich Headcoach Matze Münz, Björn Matthes in der Mittelblockersituation erstmals einzusetzen. Gegen Ende des zweiten Satzes wurde die Kampfmoral der deutschen Mannschaft belohnt und es konnte der Satzausgleich (26:24) „erkämpft“ werden, zumal das Team aus Libanon drei Satzbälle nicht nutzen konnte. Auch wenn es nach wie vor noch im Blockzusammenschluss und in der Annahmequalität noch deutliche Probleme im deutschen Team auftraten, gab die deutsche Mannschaft zu keinem Zeitpunkt des dritten Satzes die Führung aus der Hand (4:1, 10:4, 15:9, 19:12 und 25:17). Hätte man nun glaubt, das Team wäre durch die Satzführung selbstbewusster in den vierten Satz gegangen, sah man sich einem Besseren belehrt (1:5). Beim Stand von 3:7 entschied sich Matze Münz den bis dahin etwas glücklos agierenden Nils Lieber durch Patrick Schwaack auf der Diagonalposition einzuwechseln. Über die Punktstationen 10:14, 14:14, 17:19, 21:20 gewann das deutsche zwar mühsam, aber schließlich verdient den vierten Satz mit 25:22. „Wenn die Mannschaft heute durch etwas zu gefallen wusste, war es die Leidenschaft, nicht verlieren zu wollen“, so Teammanager Dr. Christian Kröger. Entwarnung gab es aus der medizinischen Abteilung: Chris Nowak wird zwar nicht mehr im weiteren Verlauf des Universiade-Turnieres spielen können, aber bei seiner Verletzung handelte sich „nur“ um eine Bänderdehnung, die bereits leichte Laufarbeit gestattet. Die Plätze 1-8 spielen Brasilien, Italien, Frankreich, Slowakei, Japan, Polen, Iran und der Gastgeber Türkei aus; 9-16: Kanada, Russland, Korea, Vereinigte Arabische Emirate, Serbien und Montenegro, Dänemark, Belgien und die USA; Da Mexiko nicht angetreten ist werden die Plätze 17-23 zwischen Schweiz, Bulgarien, China, Libanon, Zypern, Hongkong und Deutschland ausgespielt. Das deutsche Aufgebot im Einzelnen: Zuspiel: Torben Tidick (Moerser SC), Thomas Welz (TV Rottenburg) Block: Urs Günthör (California Baptist University, Los Angeles), Christian Nowak (SG Eltmann), Toralf Zumach (SV Lohhof) Annahme: Nils Lieber (Moerser SC), Patrick Schwaack (TSV Unterhaching), Björn Matthes (TSV Unterhaching), Christoph Eichbaum (Gfcoa Ajaccio), Alexander Mimouh (Moerser SC) Diagonal: Christoph Helbig (VV Leipzig) Libero: Matthias Kolley (TSV Unterhaching) Cheftrainer Matthias Münz, Co-Trainer Mike Dochow, Physiotherapeut Hannspeter Meier, Teamarzt Dr.Timo Hinrichs, Teammanager Dr. Christian Kröger