10.09.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Vier Medaillen errudert

Mit vier Medaillen sind die deutschen RudererInnen von den Weltmeisterschaften der Studierenden aus Brive-la-Gaillarde/Frankreich zurückgekehrt. 30 teilnehmende Nationen und viele Teilnehmer der diesjährigen Olympischen Spiele machten diese Studierenden-Weltmeisterschaft zu einer Wettkampfveranstaltung auf hohem Niveau.

((>WUC_rudern_goldfrauen.jpg;WUC Gold für Stefanie Primus (Uni Gießen) und Berit Carow (Uni Kiel);))Mit vier Medaillen sind die deutschen RudererInnen von den Weltmeisterschaften der Studierenden aus Brive-la-Gaillarde/Frankreich zurückgekehrt. 'Das Niveau der Veranstaltung war in diesem Jahr quantitativ mit 30 teilnehmenden Nationen (2002 waren es 22) so hoch wie nie zuvor', resümiert der sportliche Leiter Uwe Maerz. 'Sportlich wurde das Geschehen auf dem Wasser durch viele Starter der olympischen Spiele aus Athen bestimmt.' Silber für den Frauen-Vierer Ariane Sennewald (Uni Rostock), Christina Gerking (Uni Hannover), Nora Wehrhahn (FH Schweinfurt) und Elizabeth Drenkhahn (Uni Saarland) Im Leichtgewichts Frauen-Doppelzweier wurde durch Stefanie Primus (Uni Gießen) und Berit Carow (Uni Kiel) die einzige Goldmedaille für den adh errudert. Silber gingen an den Frauen-Vierer ohne Steuerfrau mit Ariane Sennewald (Uni Rostock), Christina Gerking (Uni Hannover), Nora Wehrhahn (FH Schweinfurt) und Elizabeth Drenkhahn (Uni Saarland), den Leichtgewichts Männer-Doppelzweier mit David Klein (Sporthochschule Köln) und Matthias Bergmann (Uni Osnabrück) sowie den Frauen-Doppelzweier mit Judith Obrocki und Samilla Kreutzjahns (beide PH Freiburg). ((wuc_rudern_maenner.jpg;Silber für den leichten Doppelzweiser der Männer mit David Klein (Sporthochschule Köln) und Matthias Bergmann (Uni Osnabrück);)) Durch die drei Medaillen im Frauenbereich gewann der adh die Gesamtwertung der Frauen. Mit viel Pech ruderte der Männer Doppelzweier mit Daniel Hausdörfer (FH Berlin) und Benjamin Müller (Uni Freiburg) mit 4/100 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei. Sehr zufrieden mit seinem vierten Platz im stark besetzten Männer-Einer war Max Schramm (Uni Hamburg), der nur Teilnehmer der olympischen B- und C-Finals an sich vorbeirudern lassen musste. Magdalena Schmude (Uni Berlin) erruderte im Frauen-Einer den fünften Platz. Sie musste sich, wie der Männer-Einer, mit Olympiafinalisten auseinandersetzen und beendete ihre Saison nach ihrem Sieg beim Nations Cup zufriedenstellend. Viel Pech hatte der Männer-Vierer ohne Steuermann, der nach einen Bruch am Hauptspannt von Schlagmann Axel Mayer (Ruhr-Uni Bochum) beim zweiten Startschlag im Finale keine Chance hatte in die Vergabe der Medaillen einzugreifen. Trotz dieser Behinderung hielt sich die Mannschaft bis kurz vor dem Ziel auf dem vierten Platz, bevor ein kapitaler Krebs zur Aufgabe und einem sechsten Platz führte. Der Leichtgewichts Frauen-Einer mit Sandy Buch (HTW Dresden) ruderte in einem Sieben-Boote-Feld, da sich die Ruderin aus Ungarn durch einen Protest in das Finale geklagt hatte. ((<WUC_rudern_silberfrauen.jpg;Silber für den Frauen-Vierer Ariane Sennewald (Uni Rostock), Christina Gerking (Uni Hannover), Nora Wehrhahn (FH Schweinfurt) und Elizabeth Drenkhahn (Uni Saarland);)) Die erst 19-jährige konnte ihre guten Vorlauf- und Hoffnungslaufergebnisse im Finale allerdings nicht umsetzen und kam als Siebte ins Ziel. Etwas überraschend war für alle Teilnehmer und Offizielle das Meldeergebnisse im Männer-Achter. Mit 14 Booten mussten in dieser Bootsklasse zum ersten Mal in der Geschichte der Hochschul WM Halbfinals gerudert werden. Der Deutsche Achter konnte hier leider nicht das Ticket für das Finale lösen und kam knapp als Vierter ins Ziel. Im B-Finale gingen diese Studenten hochmotiviert an den Start. Schlagmann Alexander Bernhardt (Uni Hamburg) trieb seine Truppe mit einem Start-Ziel Sieg als Sieger und damit einem 7.Platz ins Ziel vor Tchechien und Croatien. 'Das Nominierungskriterium war eine realistische Endlaufchance, und dieses Ziel haben alle Boote erreicht', zeigte sich Delegationsleiter Jens Hundertmark nach dem Abschluß der Finals zufrieden. 'Der ADH hat - in enger Absprache mit den Bundestrainern des DRV - bewußt ein Nachwuchsteam für Brive nominiert. Daran wollen wir auch in den kommenden Jahren festhalten und wir befinden uns in guter Gesellschaft z.B. mit den Niederländern, die eine ähnliche Strategie verfolgen. Dass uns dann schon einmal andere Nationen mit gestandenen Weltmeistern und Olympiaruderern die Loorbeeren wegschnappen, ist vor diesem Hintergrund und mit vier Medaillen im Gepäck zu verschmerzen.'