''Partnerhochschulen des Spitzensports'' Kurzfristig hat sich neben FH Braunschweig/Wolfenbüttel, Uni Göttingen, FH Hannover, TiHo Hannover, Uni Hannover, FH Nordostniedersachsen, Uni Oldenburg, Uni Osnabrück auch die TU Clausthal für einen Beitritt zum Projekt entschieden und den Vertrag Partnerhochschule des Spitzensports unterschrieben. Insgesamt waren also 9 Mitgliedshochschulen anwesend. Damit haben jetzt 50 Partnerhochschulen den Vertrag zur Förderung studierender Spitzensportlerinnen und -sportler unterzeichnet! Die anwesenden studentischen Athleten Annika Meyer und Michael Zellmer haben als wesentliche Probleme noch einmal auf die unflexible Handhabung von Prüfungsterminen hingewiesen und die häufig sehr bürokratische Vorgehensweise vieler Lehrkräfte beklagt. Prof. Dr. Ludwig Schätzl, Präsident der Uni Hannover, machte dann auch deutlich, dass es die Aufgabe der Hochschulen sein muss, für mehr Flexibilität und für eine bessere Akzeptanz von studierenden Spitzensportlern zu sorgen, dass aber ein Entgegenkommen im Hinblick auf die Qualität von Studien- und Prüfungsleistungen nicht in Frage komme und auch für die berufliche Zukunft der Betroffenen nicht zuträglich wäre. ((niedersachsen_partnerhochschule_spitzensport.jpg;Sie besiegelten den Vertrag: Vertreter der Hochschulen, des Olympiastützpunktes, des Landessportbundes und des Studentenwerks in Niedersachsen;)) Der Präsident des LandesSportBundes Niedersachsen Prof. Dr. Umbach wies, angeregt durch die Statements der Studierenden, die auf die drohende Gefahr der Studiengebühren hinwiesen, an die Adresse des anwesenden Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Startmann, auf die erfreuliche Entwicklung in NRW hin, wo für alle Kaderathleten die Möglichkeit besteht, die Studienzeitkonten und damit die studiengebührenfreien Semester erheblich zu verlängern. Mit dieser Maßnahme tragen die politisch Verantwortlichen in NRW zur Anerkennung der besonderen Belastungen von Studium und Spitzensport bei und honorieren die Tatsache, dass beides in den vorgesehenen Regelstudienzeiten nicht erfolgreich zu realisieren ist. Prof. Dr. Umbach forderte Minister Stratmann auf, sich im Sinne der studierenden Spitzensportler für eine ähnliche Regelung in Niedersachsen einzusetzen. IOC Mitglied Dr. Roland Baar führte in seinen Betrachtungen zu verschiedenen ausländischen Sportsystemen, in denen der Spitzensport an Hochschulen eine weit größere Bedeutung als in Deutschland hat, aus, dass diesem Bereich auch in Deutschland zukünftig eine größere Bedeutung zukommen muss, weil die derzeit tragenden Sportorganisationen allein die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern könnten. Dr. Baar machte deutlich, dass er die aktuellen Bestrebungen an den Hochschulen für einen Schritt in die richtige Richtung hält und äußerte die Hoffnung, dass angesichts seiner eigenen sportlichen Biographie als studierender Spitzensportler die neue Athletengeneration Studium und Spitzensport leichter vereinbaren kann, damit Deutschland sein internationales Leistungsniveau halten und gut ausgebildete junge Leute nach der sportlichen in eine berufliche Karriere entlassen kann.