Mit einer Punktlandung erreichten die deutschen Basketball Frauen heute das Viertelfinale der Universiade. Dabei reichte das 44:47 (12:13, 24:22, 38:35) gegen Litauen um sich in einem Dreiervergleich zu behaupten: Dort beendete die deutsche Mannschaft punktgleich mit Japan die Vorrunde, der direkte Vergleich und auch der Quotient sprechen aber für das deutsche Team, das somit als Gruppenzweite morgen um 17.15h gegen Australien das Viertelfinale bestreiten wird. Im Spielverlauf sah es lange Zeit danach aus, als könnte die deutsche Mannschaft das Spiel kontrollieren. Ein großes Lob gilt der Spielerin Sarah Austmann von der Uni Göttingen, die als einzige zweistellig scoren (19) konnte. In der Reboundarbeit war man dem athletischen Gegner deutlich überlegen, insbesondere die groß gewachsene Katja Bavendam konnte in der Defensive viele Bälle sichern. Problematisch war jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt die Anzahl der Ballverluste, die sich am Ende auf 32 summieren sollte. So gelang es der Mannschaft beim Stand von 36-30 nicht, sich vorentscheidend vom Gegner abzusetzen. Am Anfang des 4. Quartals kämpften beide Teams lange Zeit auf hohem Niveau, ohne jedoch in den Korb zu treffen. Beim Stande von 38-37 6:40 Minuten vor Ende der Begegnung bekam das deutsche Spiel dann einen deutlichen Bruch: Die Mannschaft versäumte es, den gegnerischen Korb konsequent zu attackieren und suchte ihr Heil ausschließlich aus der Distanz. Zwar konnte das Spiel bis zum 42-42 ausgeglichen gestaltet werden, im Anschluss fehlte aber das Selbstvertrauen in der Offensive. 13 Sekunden vor Ende der Partie lag die Mannschaft mit 44-46 hinten, ein Ergebnis, das im Vergleich mit Sicherheit gereicht hätte. Ein Foul nach dem Einwurf der Litauer brachte den Gegner aber noch einmal an die Freiwurflinie. Der erste Versuch war erfolgreich, der zweite aber verfehlte das Ziel. Der Countdown der Uhr lief unaufhörlich gen Null, der Schlusspfiff ertönte und beide Mannschaften gingen zermürbt auseinander. Das Team aus Litauen hätte mindestens mit zehn Punkten Differenz gewinnen müssen, die Deutschen konnten sich nur noch darauf verlassen, dass die Japaner gegen die Iren gewinnen – und so geschah es dann auch! Der Quotient von 0,01 sprach für uns, so dass aus Trauer schnell Euphorie wurde.