01.12.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Verleihung des Förderpreises der Landeskonferenz NRW für den Hochschulsport

Im Rahmen der 100. Vollversammlung wurde zum zweiten Mal der Förderpreis der Landeskonferenz NRW für den Hochschulport ausgelobt. Mit welchen Arbeiten zwei Studentinnen die Jury überzeugten, können Sie hier nachlesen.

Der adh lobte bereits zum zweiten Male den Förderpreis der Landeskonferenz NRW für den Hochschulport aus. Der Hochschulsport-Förderpreis 2005 hatte das Rahmenthema „Bewegungskarrieren im Sport nach der Schule“. Es sollten insbesondere solche unveröffentlichten Arbeiten eingereicht werden, die das Thema in seiner Relevanz für den Hochschulsport aktuell und originell beleuchten. Als Siegrinnen gingen zwei Studentinnen aus dem Wettbewerb hervor, Jenny Greune von der Universität Göttingen und Anne Könen, Studentin der Bergischen Universität Wuppertal. Jenny Greunes Arbeit trägt den Titel: „Spitzensportstrukturen in Deutschland – Das Programm `Partnerhochschule des Spitzensports` aus Sicht der studierenden Athleten/Innen“. In ihrer Arbeit bilanziert Greune erstmals mittels einer sogenannten Online-Befragung das bundesweite Programm „Partnerhochschule des Spitzensports“: Wie erleben und bewältigen die studierenden Athleten und Athletinnen „vor Ort“ die Doppelbelastung von Studium und Sportkarriere? Welche Unterstützung kommt an, welche noch nicht? Die Beantwortung dieser Fragen bringt zum Teil überraschende Befunde, die perspektivisch genutzt werden können, um das Programm bundesweit weiter zu etablieren und an den jeweiligen Standorten nachhaltig zu optimieren. Anne Könen untersuchte in ihrer Staats-Arbeit die Fragestellung: „Welchen Sport treiben Studierende? Empirische Studien zum Sportverhalten 21- bis 30-jähriger unter besonderer Berücksichtigung von Studierenden“. Könen wertete zehn repräsentative Datensätze aus kommunalen Sportverhaltensstudien von insgesamt 2.549 befragten Personen sekundäranalytisch aus, und zwar hinsichtlich Art, Umfang, Häufigkeit, Regelmäßigkeit, Organisationsformen und Hinderungsgründe der betriebenen Sportarten. Es gelingt ihr, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der nachschulischen Sportkarriere von aktuell Studierenden und Nicht-Studierenden nachzuweisen. ((VV_gnrw_preis.jpg;Prof. Dr. Detlef Kulmann, Nico Sperle, Anne Könen, Jenny Greune und Ingo Weiss;)) Der Sportpädagoge Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (FU Berlin, derzeit Uni Hannover) hielt als Jurymitglied die Laudatio zur Preisverleihung. Er betonte in seiner Rede, dass es sich bei beiden Arbeiten um Pionierarbeiten handele: „Die Preisträgerinnen haben auf ihre Weise Themen bearbeitet, die – wie man in der Wissenschaft so schön sagt – als „weiße Flecken“ gelten, weil sich bisher so differenziert damit noch niemand beschäftigt hat.“ Nico Sperle würdigte als Vertreter der Landeskonferenz NRW die Arbeiten der Studentinnen, Ingo Weiss überreichte ihnen als dsj-Vertreter symbolische Schecks mit einem Preisgeld von je 1.500 EUR.