12.04.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Unterwasser-Rugby: das atemlose Spiel

Vom 25. bis 26. Juni 2005 treffen sich die bundesdeutschen Hochschulen bereits zum 20. Mal zu einem bundesoffenen Turnier im Unterwasser-Rugby in Dresden.

Unterwasser-Rugby fordert einen langen Atem. 30 Sekunden lang bleibt ein geübter Spieler unter Wasser, dann geht ihm die Luft aus. Zeit zum Auftauchen. Meistens sind nur drei der sechs SpielerInnen eines Teams tatsächlich am Spiel beteiligt. Die restlichen pumpen an der Oberfläche ihre Lungen mit Sauerstoff voll, um dann gleich wieder abzutauchen. Dabei haben sie nur ein Ziel vor Augen: den mit Salzwasser gefüllten Ball in das gegnerische Tor zu katapultieren. Über dem Korb, der am Beckengrund angebracht ist, hockt jedoch der Torwart. Die Angreifer müssen ihn 'aushebeln' oder den Moment abpassen, in dem er zum Luftholen nach oben geht und sein Wechselmann das Tor blockiert. Die Angriffstechnik will jedoch gelernt sein. Hat ein Spieler den Ball seinem Gegner abgeluchst, legt er entweder einen Sprint am Beckenboden hin oder 'wirft' den Ball wie in Zeitlupe einem Mitspieler zu. In München begann die Geschichte des Unterwassersports. Der Münchner Unterwasserclub entwickelte Anfang der 60-er Jahre ein Konditionstraining unter Wasser und experimentierte erstmals mit dem Salzwasser-Ball. Unterwasserrugby war geboren. 1964 traten bereits sechs Mannschaften in Mülheim beim ersten offiziellen Turnier gegeneinander an. Das erste bundesoffene Hochschulturnier wurde 1986 in Mainz ausgetragen.