10.11.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

Universität Dortmund ist „Partnerhochschule des Spitzensports“

An der Universität Dortmund wurde am heutigen Freitag, den 10. November 2006, die Kooperationsvereinbarung 'Partnerhochschule des Spitzensports' von den Vertragspartnern unterzeichnet. So wird die flexiblere Gestaltung des Studiums für Top-Athleten gesichert.

Es geht nicht darum Hochleistungssportler zu privilegieren, wir wollen nur dafür sorgen, dass sie durch den Hochleistungssport keine Nachteile haben.“, erklärt Hans-Martin Stork, Leiter des Olympiastützpunkts Westfalen bei der Vertragsunterzeichnung. Die Universität Dortmund darf sich nun als 72. Hochschule in Deutschland „Partnerhochschule des Spitzensports“ nennen. Doch was verbirgt sich hinter der Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Dortmund, dem Allgemeinem Deutschen Hochschulsportverband, der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände e.V., dem Olympia Stützpunkt Westfalen und dem Studentenwerk Dortmund? Studierende Spitzensportler sind einer großen Doppelbelastung ausgesetzt. Neben ihren Trainingseinheiten und Wettkämpfen müssen sie versuchen, im Studium die entscheidenden Grundlagen für ihre berufliche Karriere zu legen. Denn später nur vom Sport zu leben ist fast immer unmöglich. Die Kooperationsvereinbarung setzt genau bei diesen Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Studium um Spitzensport an. So dürfen sich die rund 15 Spitzensportler an der Universität Dortmund über das offizielle Rahmenwerk freuen, das es ihnen ab sofort ermöglicht, ihre Studienleistungen und Prüfungszeiträume flexibler zu gestalten. Durch eine langfristige Planung sollen zudem mögliche zeitliche Komplikationen und Verzögerungen im Studium verringert werden. Außerdem werden Spitzenathleten auf Antrag bis zu vier Semester von den kommenden Studiengebühren befreit und z. B. bei ihrer Wohnungssuche im Studentenwohnheim unterstüzt. ((dortmund-gross.jpg)) Bislang konnten Athleten bei Terminkonflikten nur im persönlichen Gespräch mit ihren Professoren Lösungen finden, nun gibt es eine einheitliche Kooperationsabsicht von der Spitzensportler aller Sportarten profitieren. „Wir wollen den Sportlern helfen, weiterzumachen.“, erläutert Roland Joachim, Vorstandsmitglied des adh. „Deutschland weist im Jugend- und Juniorenbereich weltweit die meisten Titel auf, aber sobald die Sportlerinnen und Sportler ins Studium eintreten, wird bei vielen der Sport zugunsten des Studiums geopfert. Das ist etwas, was sich ändern soll, um sportlich international wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Auch der Rektor der Universität Dortmund freut sich, dass alle internen Voraussetzungen geschaffen wurden, um den Vertrag zu unterzeichnen.