08.10.2007 | Kategorie: Archiv , 2007 ,

Uni Hamburg auf den 1. Europäischen Hochschulmeisterschaften Rugby

Einen besseren Termin hätte es für die EUC Rugby nicht geben können: Zeitgleich zur Rugby-WM in Frankreich fanden in Grenoble die ersten Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rugby statt. 12 Teams aus sieben Ländern fanden sich am Fuße der Alpen im Departement Isère ein, um den Uni-Meister Europas auszuspielen. Mit dabei der Deutsche Hochschulmeister von 2006, die Universität Hamburg.

Nach langer Zugfahrt kamen auch die Hamburger Vertreter am Vorabend der Vorrundenspiele in Grenoble an. Diese fanden am Freitag beim Rugby Club Fontaine, einem Vorort von Grenoble, statt. Mit in der Gruppe waren der britische Meister aus Cardiff sowie der französische Meister aus Montpellier. Eine starke Gruppe also, die nicht unbedingt ein Weiterkommen verhieß. Dafür fanden die beiden Spiele vor einer beeindruckenden Kulisse aus gut 150 Schul- und Kindergartenkindern statt, die hier mit ihren Erzieherinnen zuschauten, um die Grundwerte des Rugby einmal live zu erleben, allen voran das Fairplay. Der Lärm dieser Fans, die den Spielern von der kleinen Tribüne entgegen schallte, konnte es locker mit so manchem gut gefüllten Stadion aufnehmen. Da die Hamburger erst das 2. und 3. Spiel bestreiten mussten, konnten sie sich ihre Gegner schon einmal in Aktion ansehen. Cardiff besiegte Montpellier mit 17:7 und es war klar, dass zwei harte Spiele vor der Mannschaft lagen. Gegen Cardiff stand es dann nach einer viertel Stunde 39:0. Das war allein deshalb tröstlich, da es sich bei den Gegnern um Spieler von der Wales University Institute Cardiff handelte, für die Rugby nach ihrem Studium durchaus eine Option des Broterwerbs darstellt. Das Spiel gegen Montpellier fing dagegen wesentlich besser an, sodass es zur Halbzeit nur 0:5 aus Sicht Hamburgs stand. Die Franzosen griffen weiterhin an und zeitweise sah es sogar nach einer Sensation aus. Es langte am Ende aber doch nicht und so musste Hamburg eine 0:12 Niederlage einstecken, bei der sie sich allerdings sehr gut verkauft hatten. Die vier drittplazierten Mannschaften spielten am Samstag um die Trophée des Alpes, die Plätze 9-12. Gegen die Grenoble 2 (Technische Uni) und gegen Genf konnten deutliche Siege erzielt werden. Im „Endspiel“ um Platz 9 musste sich Hamburg dann dem sehr quirligen spanischen Meister aus Barcelona geschlagen geben. Insgesamt konnte die Uni Hamburg zeigen, dass in Deutschland durchaus ernst zunehmendes Rugby gespielt wird und sie zu Recht auf diesem Wettbewerb vertreten war. Die Organisation dieser 1. EUC Championships war hervorragend. Die Universität, der Hochschulsport von Grenoble sowie die beteiligten Rugby-Clubs taten alles für einen herzlichen Empfang und einen reibungslosen Ablauf. Die Stimmung unter den Clubs war bestens und mit dem späteren Meister aus Cardiff haben zumindest die Hamburger eine hoffentlich andauernde Freundschaft geschlossen. ((euc_rugby_2007.jpg)) Aus deutscher Sicht erfreulich ist auch, dass mit Kerstin Ljungdahl aus Berlin, eine international erfahrene Schiedsrichterin aus Deutschland das Endspiel pfeifen durfte. Eine Veranstaltung in Deutschland wäre für die Zukunft eine schöne Sache und würde dem Hochschulsport und dem deutschen Rugbysport gut zu Gesicht stehen – mal sehen... Unser Dank geht an den adh, den Hochschulsport Hamburg, den DRV und Bonesmasher für die finanzielle und logistische Unterstützung der Hamburger Mannschaft. ''Team Hamburg'' Friedrich Michau, Hendrik Runte, Christian Rademacher, Kai Falcke, Nikolaus Teichmüller (FC St. Pauli) – Benjamin Warncke, Valentin Richter, Nils Krause/Obmann (HRC) – Rene Schmidt, Jan-Hendrick Laudenbach (Jesteburg Wombats) – Torsten Weise (Exiles Hamburg)