13.07.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Ultimate Frisbee - Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften ging es nicht nur um Medaillen

Zum zweiten Mal richtete das Darmstädter Hochschulsportzentrum am Wochenende die Deutschen Hochschulmeisterschaften im 'Ultimate Frisbee' aus. 21 Teams mit über 200 TeilnehmerInnen campierten von Samstag bis Sonntag rund um die vier Spielfelder.

Bunte Scheiben surren durch die Luft. Rotes, blaues und neongrünes Plastik flitzt meist nur wenige Zentimeter von den Zuschauern entfernt über den Rasen des Hochschulstadions. Zum zweiten Mal richtete das Darmstädter Hochschulsportzentrum am Wochenende die Deutschen Hochschulmeisterschaften im 'Ultimate Frisbee' aus. 21 Teams mit über 200 TeilnehmerInnen campierten von Samstag bis Sonntag rund um die vier Spielfelder. 'Ein Frisbeefeld ist so lang wie ein Fußballfeld, aber nur halb so breit', erklärt Jochen Burkhart, Organisator und Spieler der Darmstädter Mannschaft 'Ars Ludendi'. Nur wenig später sprintet er selbst wieder über die Wiese. 35 Minuten haben die SpielerInnen beim 'Ultimate Frisbee' Zeit, die 135 Gramm leichte Scheibe so oft wie möglich zu ergattern und über die gegnerische Linie zu retten. Wer das begehrte Plastik fängt, darf allerdings erst weiterlaufen, wenn er das Frisbee an eineN MitspielerIn abgespielt hat. 'Vor allem ist es ein gewaltfreier Sport ohne Körperkontakt' , lobt Karin Schelhas von den 'Diskjockeys Dahlem“ aus Berlin. Alle TeilnehmerInnen versammeln sich im Kreis zum so genannten 'Line up'. Schulter an Schulter wird der Spielverlauf noch einmal resümiert. 'Die Leute sind hier nicht zu ehrgeizig', beschreibt Informatikstudent Michael Attenberger aus Marburg die Atmosphäre. 'Das Ziel ist nur, schön zu spielen und Spaß zu haben.' Da passt auch der Mannschaftsname der Marburger ins Bild. Die SpielerInnen tauften sich nach einem teaminternen Schimpfwort schlicht 'Die hässlichen Erdferkel'. In den beiden letzten Jahren hatten sich die Darmstädter Studierenden je einen dritten Platz gesichert. Gestern kamen sie auf Platz vier. Am besten hatten die Aachener aus das Plastik gefangen. Im Finale erliefen sie sich gegen das Team aus Rostock mit 15:13 den Titel des Deutschen Hochschulmeisters im 'Ultimate Frisbee' 2004. Als dritter stiegen die Augsburger aufs Siegertreppchen. Große Geld- und Sachpreise winkten den Gewinnern am Wochenende jedoch nicht. 'Der Spirit geht verloren, sobald es um Geld geht', findet Jochen Burkhart. Für die Platzierten gab es Ehrennadeln vom adh. Und als Trophäe für die Sieger von der RWTH Aachen einen selbstgebackenen Erdbeerkuchen. Quelle: Darmstädter Echo vom 12.07.04