Seit 2005 arbeiten der GutsMuths-Rennsteiglauf und der Universitätssportverein Jena eng zusammen. Auf deren Antrag wurde die Ultra-Marathon Strecke für 2006 jetzt vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) als „adh-Open“ anerkannt und mit einer gesonderten Wertung für Studentinnen und Studenten versehen. Langfristig besteht sogar das Ziel, Deutsche Hochschulmeisterschaften im Ultra-Marathon im Rahmen des Rennsteiglaufs zu organisieren. ''Die Entwicklung des Rennsteiglaufs'' Der GutsMuths-Rennsteiglauf entwickelte sich zwischen 1971 und 1975 als studentische Initiative an der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität. Als Ergebnis entstand eine Laufveranstaltung im Ultra-Marathonbereich. 1975 war er mit über 811 Teilnehmern in das Licht der Öffentlichkeit getreten. Es liefen 692 Männer und 10 Frauen, d. h. etwa 87 % auf der 82 km langen Strecke vom Heuberghaus bei Friedrichroda bis ins Ziel nach Neuhaus. 108 Frauen und ein Mann schafften die kurze Strecke von „nur“ 38 km vom Bahnhof Schmiedefeld nach Neuhaus und das zu einer Zeit, als bei den Frauen ansonsten Streckenlängen von 10km schon eine Seltenheit waren. Im Ergebnisheft standen auf den langen Strecke 89 Studenten = 13 % und drei Studentinnen in der Studentenwertung. Über 50% der „übrigen“ Teilnehmer hatte einen akademischen Abschluss. 1976 mit Übernahme der Gesamtleitung des Rennsteiglaufs durch die Sportgemeinschaft Beerberg Goldlauter wurde das Streckenkonzept in der noch heute bekannten Form geändert. Beide Hauptstrecken laufen seitdem auf das Ziel in Schmiedefeld zu und mit der Verlegung des Startortes der kleinen Strecke von Steinheid nach Neuhaus waren beide Laufstrecken mit 45 km und 75 km bzw. später 65 km Kilometer nach heutigem Sprachgebrauch Ultra-Marathons. Die Studentenwertung wurde leider 1976 abgeschafft, ebenso die Befragung nach dem Beruf der Teilnehmer. Trotzdem kann man auch für die folgenden Jahre bis zur politischen Wende in der DDR davon ausgehen, dass um die 60 % der Teilnehmer Studierende waren bzw. ein akademischer Abschluss vorlag und das bei Teilnehmerzahlen bis zu 9000. Mit der Wende kam der bekannte Einbruch der Teilnehmerzahlen auf fast ein Drittel und der wirtschaftliche Überlebenskampf, der mit der Neuaufnahme des Halbmarathons erfolgreich gemeistert werden konnte. Auch eine Studentenwertung mit einem Startgeldrabatt wurde in den neunziger Jahren zeitweilig wieder eingeführt. Als Ultra-Marathonstrecke besteht heute nur noch die Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld, die zwar 2005 einen „Nachwende“ Rekordermeldeergebnis erreichte und damit erstmalig an der Spitze der Ultramarathonläufe in Mitteleuropa steht aber verglichen zu früheren Rennsteigläufen „nur“ 1559 Läuferinnen und Läufer im Ziel registrieren konnte. Der Klassiker im Ultra-Marathon Bereich, die „100 km von Biel“ hatten 2005 „nur“ 1509 Zieleinläufe zu verzeichnen.