''Damen-Doppel'' Gegen das japanische Doppel Fukuoka / Watanabe konnten Nadine Bollmeier (DSHS Köln) / Irene Ivancan (FH Ansbach) im Halbfinale leider nicht ausreichend punkten. Nach einem 0:3 Rückstand fand das Duo kein geeignetes Mittel, um den Spieß noch einmal umzudrehen. Den vierten Satz erkämpften sich Bollmeier und Ivancan noch, bevor sie in eine 1:4 Niederlage einwilligen mussten. Durch die recht deutliche Niederlage überwog natürlich zunächst die Enttäuschung der deutschen Spielerinnen. Spätestens heute Abend, wenn es zur Siegerehrung ein letztes Mal in die Halle geht, werden sich beide über ihren wirklich großen Erfolg freuen können. ''Herren-Einzel''((>15-08-2007_Tischtennis_chri.jpg;Nico Christ)) Am vorletzten Wettkampftag der Universiade ging es in die entscheidende Phase der Einzel- und Doppelwettbewerbe: Nico Christ (Uni Karlsruhe) lieferte heute seine beste Leistung ab und besiegte unter anderem den Japaner Tsuboguchi (Nr. 158 der Weltrangliste) nach 0:2 Satzrückstand mit 4:2. „Viel besser kann ich nicht spielen“, lautete dann auch das Fazit des Studenten aus Karlsruhe. Chih-Yuan Chuang (Chinese Taipeh) war als 15. der Weltrangliste doch eine Nummer zu groß: Obwohl Christ gegen ihn sehr gut mithielt und lange, spektakuläre Ballwechsel gewann, unterlag er seinem Gegner 0:4. Mit dem Erreichen des Viertelfinales zeigte sich Christ allerdings absolut zufrieden, war er doch einer von zwei Nicht-Asiaten, die unter die letzten Acht gekommen waren. Der zweite Spieler, der der asiatischen Dominanz bis zum Viertelfinale widerstand, war Nico Stehle (Uni Mainz). Gegen den fast fehlerfrei agierenden Abwehrspieler Xi Wang (China) zeigte Stehle eine gute Leistung, konnte aber die unglaubliche Sicherheit Wangs nicht brechen und verlor 1:4. Zuvor gewann er nach hervorragender Leistung gegen den 149. der Weltrangliste Sakamoto (Japan). ''Damen-Einzel'' ((<15-08-2007_Tischtennis_boll.jpg;Nadine Bollmeier)) Nadine Bollmeier gewann ihr Drittrunden-Spiel gegen die Vietnamesin Vu souverän (4:0). Anschließend musste sie im Achtelfinale gegen die Chinesin Ningyang Dai antreten, die sie noch vom Halbfinale der Studierenden-Weltmeisterschaften 2004 in Maribor in Erinnerung hatte. Bollmeier verlor knapp gegen die ähnlich positionierte Asiatin. Das Ergebnis von 1:4 spiegelte jedoch nicht ihre Leistung wieder. Die Sätze ließen erkennen, dass die Niederlage zu hoch ausfiel: 11:13; 11:5; 11:13; 3:11 und 10:12 lauteten die Satz-Ergebnisse. Etwas mühsamer zog Irene Ivancan (FH Ansbach) in die Runde der letzten 16 ein: Gegen die Nummer 141 der Welt, die Japanerin Ito Midori, gewann Ivancan nach guter kämpferischer Leistung mit 11:8; 11:7; 11:9; 9:11; 9:11; 15:13. Anschließend spielte Ivancan um den Einzug ins Halbfinale gegen die Thailänderin Komwong (Nummer 91 der Weltrangliste). Ivancan agierte am Anfang etwas überhastet und verlor den ersten Satz 7:11. Auch danach fand sie kein taktisches Mittel, um die auf Abwehr sicher spielende Komwong zu Fehlern zu zwingen. Mit 0:4 ging die Partie zu schnell an die Thailänderin. ''Fazit'' Wie auch die Studierenden-Weltmeisterschaften 2004 und 2006 wird die Universiade von den asiatischen Nationen dominiert. In den morgigen Halbfinals stehen ausschließlich Spielerinnen und Spieler aus dem asiatischen Raum. Die Mixed-Konkurrenz wurde von vier chinesischen Paarungen gewonnen. Mit dem Einzug ins Viertelfinale im Herren-Einzel waren Stehle und Christ die einzigen nicht-asiatischen Vertreter. Insgesamt ist es sicherlich als großer Erfolg zu werten, dass die deutsche Tischtennis-Mannschaft hinter den asiatischen Staaten die beste Nation ist.